Was vom Tage bleibt

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Was vom Tage bleibt: Von Gehaltsdeckeln und Unterirdischem

Die Stuttgarter Bahnhofsbaustelle lässt die Berliner Politik durchdrehen. Michael Dell bewahrt die Ruhe. Und in Aufsichtsräten macht sich ein Hauch von Selbstkritik breit. Der Tagesrückblick.

Guten Abend,

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Der Von-der-Börse-Gang

Michael Dell ist genervt vom Druck der Börse. Der legendäre Firmengründer hat mit dem PC-Geschäft des nach ihm benannten Unternehmens ein Vermögen gemacht. Als das Geschäft vor sechs Jahren ins Straucheln geriet, kehrte er an die Firmenspitze zurück. Seitdem kämpft er gegen schrumpfende Marktanteile und setzt auf einen Umbau des Unternehmens – weg vom reinen Direktlieferanten, hin zu einem IT-Dienstleister. Jetzt will er Ruhe, um das Vorhaben durchzuziehen. Im Mutterland des Kapitalismus ein durchaus merkwürdiger Schritt.

Der Buddelwahnsinn

Als hätten wir nicht schon genug Leid. Der britische Economist verspottete Deutschland unlängst wegen des künftigen Berliner Großflughafens. Selbst im Land der Ingenieurskunst könnten Planungsdebakel passieren, beruhigte das Blatt die globale Leserschaft. Wie soll man jetzt die nächste Stufe im Chaos rund um das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ bewerten? Der Welt kann man mitteilen: Auch in Deutschland ist kein Verlass auf Bürokraten. Man könnte im Boden versinken – und in Stuttgart sogar wörtlich. Die Unterhöhlung der Stadt für den künftigen unterirdischen Bahnhof hat ja bereits begonnen.

 

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Ein Hauch von Selbstkritik

Die Verdienstangaben in Geschäftsberichten sind eine Wissenschaft für sich – kaum verständlich, bei jeder Firma anders ausgewiesen. Ab 2014 wollen die Aktiengesellschaften eine einheitliche Tabelle benutzen. Und nicht nur mehr Transparenz soll in die Regeln der guten Unternehmensführung Einzug erhalten. Auch sollen Aufsichtsräte künftig Verdienstobergrenzen festlegen. Schließlich seien die Manager-Gehälter zuletzt schneller gestiegen als die der Arbeiter. Eine wenig Maßhalten scheint der Elite daher angebracht. Mal sehen, ob die Limits auch nur in der Nähe der bestehenden Saläre liegen werden …

 

Ein Landesvater geht

Nach 33 Jahren verlässt SPD-Politiker Kurt Beck die rheinland-pfälzische Landespolitik. Bei Handelsblatt Online erinnert sich ein Winzer aus seinem Bundesland. „Wenn ich keine Leidenschaft für politische Themen mehr verspüre, bin ich am falschen Platz“, habe Beck ihm einmal gesagt. Tatsächlich hat man Leidenschaft bei Beck nie vermisst. Nur ein wenig Kostenkontrolle, da hat's schon mal gehapert.

Ein Dankeschön

Heute haben wir uns über die Meldung eines Mediendienstes gefreut. Denn Handelsblatt Online hat im vergangenen Jahr ein sattes Plus bei den Abrufzahlen verzeichnet. Das 35-prozentige Wachstum haben wir Ihnen zu verdanken, liebe Leser. Herzlichen Dank – und bleiben Sie uns treu!

Einen schönen Abend wünscht

Ihr

Martin Dowideit

Der Autor auf Twitter: @MDowideit

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