Was vom Tage bleibt
Von Notlandung zu Notlandung

Die US-Airlines glauben, dass schiere Größe sie rettet, Analysten verlieren ihren Optimismus nicht, Warren Buffett hofft auf die Grillsaison und Ilse Aigner stößt auf Sauereien. Der Tagesrückblick
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Wunderschönen guten Abend,

Blockade der Politik

Die Fluggesellschaften suchen ihr Heil in schierer Größe. American Airlines springt jetzt aus dem Gläubigerschutz durch eine Fusion direkt zur Marktführerschaft. Doch die Erfahrung zeigt: Die Fluggesellschaften rutschen seit Jahren von einer Krise in die nächste, trotz aller Fusionen. Auch in Europa hat Air France die Übernahme von KLM nicht gesunder gemacht, genau so ging es British Airways mit Iberia oder Lufthansa mit Austrian Airlines. Ein echter Durchbruch wäre eine transatlantische Airline-Fusion, doch die blockiert die Politik. So geht es weiter von Notlandung zu Notlandung.

Logischer Preisanstieg

Eine Notlandung hinlegen wird auch Bundesumweltminister Peter Altmaier mit seiner geplanten Strompreisbremse. Gerade erst hat er sich öffentlichkeitswirksam mit seinem Kabinettskollegen Philipp Rösler auf ein gemeinsames Konzept geeinigt. Doch das wird ihm nichts helfen. Denn der rot-grün dominierte Bundesrat hat ein Wort mitzureden, und der wird ihm keinen politischen Erfolg mehr vor der Bundestagswahl gönnen. „Jeder, der sich diesen Vorschlägen verweigert, wird künftig politisch für den Anstieg der Strompreise verantwortlich sein“, tönte Rösler bereits. Mit Verlaub, das ist Unsinn. Der Anstieg der Strompreise ist eine logische Folge der Energiewende, die sowohl schwarz-gelb als auch rot-grün gewollt haben.

Optimismus macht Pause

Die überraschend schwachen Wirtschaftsdaten für Europa für das vierte Quartal haben es doch tatsächlich geschafft, den Dax nach unten zu drücken. Das ist die eigentliche Überraschung, hatte man doch mittlerweile den Eindruck bekommen, dass sich die Anleger so weit von der Realität gelöst haben, dass sie schlechte Daten nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Doch keine Sorge: Die Analysten haben ihren Optimismus schon wiedergefunden und erwarten für den Jahresstart eine deutliche Besserung. Wenn sie sich da mal nicht vertun. Denn für den Einbruch in Deutschland verantwortlich waren sinkende Ausrüstungsinvestitionen und schwächere Exporte. Und das ist ein schlechtes Zeichen.

Würziges Investment

Die Realität ganz genau im Blick hat einer der prominentesten Investoren der Welt: Warren Buffett kauft nur Aktien von Firmen, von deren Produkten er restlos überzeugt ist und deren Geschäftsmodell er versteht. So hat er einst die Fast-Food-Kette Dairy Queen übernommen, weil er deren Softeis so lecker findet. Rechtzeitig bevor die Grillsaison wieder los geht, hat er jetzt zusammen mit der Private Equity Firma 3G den legendären Ketchup-Hersteller Heinz gekauft. Er ist überzeugt davon, dass die amerikanische Liebe für die süße Tomatensauce sich auch in den Schwellenländern durchsetzt. Frei nach dem Motto: Globalisierung geht durch den Magen.

Was fehlt? Die Verwirrung um falsch deklariertes Fleisch in Fertiggerichten wird immer größer. Selbst Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner scheint nicht mehr zu wissen, um welche Tiersorte es wirklich geht. Den Pferdefleischskandal kommentierte sie mit den Worten: "Das ist eine Sauerei". Heißt das, wer kein Pferd bekommen hat, hat Schwein gehabt?

Nutzen Sie den Feierabend und kochen Sie mal wieder selbst. Dann sind Sie auch sicher, was drin ist.

Florian Kolf

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Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Von Notlandung zu Notlandung"

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  • Frank3 brüllt gerne in den Affenzoo (...) .
    Und weil Frank3 gerne brüllt, wird seinen elaborativ vlt gutgemeinten Brüllereien kaum jemand Aufmerksamkeit schenken.

    Überhaupt, diese Capital-Letters Brüllerei...

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Hab selber gesehen .


    WAREN DIE ALTEN BLÖDE die das KARTELLAMT ERWANDERN oder wir die es NICHT MEHR FRAGEN UND SO DURCH MONOPOLISIERUNG IMMER WENIGER ARBEITSPLÄTZE HABEN und SO LOK ICH WENIGER KAUFKRAFT DIE NUR andren ARBEIT GEBEN WÜRDE ??? GELDSELBSTZWECKGELD WILL NUR MEHR WERDEN und DA KEINE KAUFKRAFT durch VOM MERKT DRÄNGELN andrer ABER LOGISCH NICHT MEHR ARBEITSPLÄTZE , und so WEG . . .


  • AREN DIE ALTEN BLÖDE die das KARTELAMT ERWANDEN oder wir die es NICHT MEHR FRAGEN UND SO DURCH MONOPOLIESRUNG IMMER WENIGER ARBEITSPLÄTZE HABEN und SO LOKICH WENIGER KAFKRAFT DIE NUR andren ARBEI GEBEN WÜRDE ??? GELDSELBSTZWECKGELD WILL NUR MEHR WERDEN und DA KEINE AUFKRAFT durch VOM MERKT TRÄGELN andrer ABER LOKICH NIHT MEHR ARBEITSPLÄTZE , und so WEG . . .

    Frank Frädrich

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