Was vom Tage bleibt: Wieviel Geld einem Flüchtling zusteht

Was vom Tage bleibt
Wieviel Geld einem Flüchtling zusteht

Schäuble will weniger als den Hartz-IV-Satz ausgeben. Deutsche stehen mehrheitlich hinter Merkel. Pegida befördert sich mal wieder ins Aus. Die Linken machen auf Mäßigung. Was der Tag gebracht hat, lesen Sie hier.
  • 19

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser!

Der Hüter der Kasse
Dürfen Flüchtlinge weniger Geld bekommen als Hartz-IV-Empfänger? Wolfgang Schäuble hält das mit Blick auf seine Haushaltskasse für geboten. Und ja – er hat recht, auch ohne Blick auf die Kassenlage: Die Flüchtlinge stellen uns vor ein neues Problem, wir können es nicht mit den alten Lösungen angehen.

Zwei Drittel stützen Merkel
Ein Drittel der Deutschen möchte die Kanzlerin wegen ihrer Flüchtlingspolitik am liebsten zum Teufel jagen, ergibt eine Umfrage. Zwei Drittel – und das ergibt die Umfrage ja damit auch – kommen offenbar mit dieser Form der Politik mehr oder weniger klar. In Deutschland werden wir in der Regel alle vier Jahre nach unserer Meinung zur Politik gefragt. Dazwischen darf die Politik auch mal entscheiden, ohne gleich aufs Volk zu schielen. Darin liegt ein Wesenszug unserer Demokratie, der nicht der schlechteste sein muss.

Ernstfall Pegida
Wer bei einer Pegida-Demonstration einen Galgen hochhält und kundgibt, dass er daran jemanden Bestimmtes hängen sehen will, glaubt vielleicht, er zeigt Galgenhumor. Tatsächlich wird so ein Spaßvogel zum Ernstfall, weil er sein Demonstrationsrecht zur Hetze missbraucht.

Wer hat geschossen?
Es war eine Rakete aus russischer Produktion, die Flug MH 17 vor 15 Monaten über der Ukraine abschoss und knapp 300 Menschen den Tod brachte. Dies hat der Untersuchungsbericht jetzt zweifelsfrei festgestellt. Wer immer sie abgeschossen hat, wer immer den Befehl dazu gab – er hat diese Menschenleben auf dem Gewissen. Wir sollten ihn finden.

Zwei halten besser als einer
Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch lösen Gregor Gysi an der Spitze der Linken ab. Dass zwei es machen, spricht dafür, dass die Linke sich auch nicht mehr traut, radikal zu sein. Wenn einer den anderen fragen muss, bevor er um die Ecke biegt, gehen beide häufiger geradeaus.

Einen radikalen Abend wünscht Ihnen zum Ausgleich

Oliver Stock

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " Was vom Tage bleibt: Wieviel Geld einem Flüchtling zusteht"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • ...,ja und Indoorparks. - Für die vielen Kids der Flüchtlinge, die demnächst im Zuge der Familienzusammenführung nach Deutschland kommen werden. Fragt sich nur, ob unsere Kinder dort auch kostenfrei spielen dürfen?

  • Tichy war wohl einigen Leuten zu unabhängig und selbstständig, das Gegenteil von embedded.

    Herr Stock ist hingegen "eingebettet", in welchem Ausmaß, weiß er selber am besten.

  • 80 % unzufriedenheit ist noch positiv formuliert...
    In Bayern geht doch den meisten Leuten das Messer schon in der Hose auf wenn sie nur das Wort Flüchtling oder Merkel erwähnen...
    Hier ist die Meinung sehr eindeutig... von 90 % + X können Sie ausgehen...
    Sogar Wähler der Grünen und der SPD haben hier meist recht eindeutige Meinungen zur naiven ideologisch angeordneten Träumerei die unter dem Namen Willkommenskultur verordnet wurde...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%