Was vom Tage bleibt

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Was vom Tage bleibt: Wohin mit dem ganzen Geld?

Die Deutschen horten ein Vermögen und schauen zu, wie es ihnen zwischen den Fingern zerrinnt. Und die Deutsche Bank muss zeigen, wozu das Investmentbanking gut ist. Der Tagesbericht.

Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.
Oliver Stock ist Chefredakteur von Handelsblatt Online.

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,

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Geld I

Wir Deutsche lieben unser Geld. Jedenfalls häufen wir viel davon an. 4811 Milliarden Euro hat die Bundesbank gezählt. Was machen wir mit dem Geld? Kaufen wir uns Griechenland? Oder wollen wir einfach die 2000 Milliarden Euro Schulden, die Deutschland hat, mal eben zurückzahlen? Egal - ist alles besser, als das, was wir Deutsche tatsächlich damit machen. Wir legen es nämlich vor allem in sichere Anlagen an, die wenig Zinsen bringen. Die Folge: Die Inflation frisst das Ersparte langsam aber sicher auf. Und was auf diese Weise nicht weggeht, weckt untere Garantie Begehrlichkeiten bei denen, die über Erbschafts-, Vermögens- oder sonstige Steuern für Betuchte nachdenken.

Geld II

Mehr Geld, bedeutet mehr schmutziges Geld, das wieder sauber werden muss. Die deutschen Sicherheitsbehörden kämpfen mit dem Phänomen der Geldwäsche. Das Bundeskriminalamt sagt, dass die Verdachtsmeldungen zur Geldwäsche um 17 Prozent auf knapp 13 000 im Jahr gestiegen sind. Reich sein ist eben manchmal ein schmutziges Geschäft.

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Schließen und reich werden

Die Deutsche Bank legt morgen ihre Bilanz vor. Zur Einstimmung gab es heute eine Einschätzung des eher kleinen Analysehauses Fairesearch. "Investmentbanking schließen und reich werden" nennt sie sich. Darin rechnen die Autoren vor, dass das Geldhaus 1998 bis 2011 eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von 11,1 Prozent pro Jahr im Investmentbanking verdient hat, während die Bank im klassischen Geschäft 21,5 Prozent verdiente. Nun sind Zahlen ja immer so eine Sache und die Analyse wäre bei einem um ein Itzelchen anders gewählten Zeitraum anders ausgefallen - aber immerhin: Das Bekenntnis zum Investmentbanking ist kein Selbstläufer.

Evakuierungszone A

Das Finanzzentrum der Welt, das sonst klangvoll Wall Street heißt, trägt laut den Plänen des Katastrophenschutzes von New York heute den Namen: „Evakuierungszone A“. Hurrikan „Sandy“ wirbelt die Finanzwelt durcheinander. Die Börse, jenes Symbol des Kapitalismus made in USA, bleibt zu. Die meisten Banken und Finanzfirmen lassen ihre Mitarbeiter von zu Hause oder im Hotel arbeiten. Es fährt ja ohnehin keine U-Bahn. Das säulenverzierte Gebäude steht von Sandsäcken geschützt ziemlich nutzlos an der Wall Street Ecke Nassau herum. Wenn wir morgen sagen können: Gott sei Dank, es ist wenig passiert, sind wir froh. Und das liegt dann auch ein bisschen daran, dass wir gezeigt haben: Es geht auch ohne Wall Street.

Ich wünsche Ihnen eine sturmfreie Bude

Oliver Stock

  • 29.10.2012, 21:19 UhrPRoesler-TheMandchurianCandidate

    Macht es wie TOM KOENIGS -> alles DEM VIETKONG SPENDEN!

    http://central.banktunnel.eu/20121029-1950-ecbint.jpg

    Mantra: "Nur tote NATO-Soldaten sind gute Soldaten."

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Terrace_Club_Frankfurt_Germany_1972_V._Corps.png&filetimestamp=20071202025014

  • 29.10.2012, 19:56 UhrDagmarK

    Man könnte liquides Geld ja auch einfach mal in der realen Wirtschaft investieren.

  • 29.10.2012, 19:49 UhrSapere_aude

    Dieser kubistische Nonsens enthält wirklich mit jedem Absatz mindestens einen Denkfehler.
    Der beste ist immer noch: "Mehr Geld, bedeutet mehr schmutziges Geld, das wieder sauber werden muss." Kann mir das einer erklären?

    Dann der Hammer am Ende:
    "Es geht auch ohne Wall Street" - was für ein gigantischer Unsinn.
    Allein der heutige Verlauf des Dax zeigt, dass ohne Impulse vom US-Handel faktisch gar nichts geht: da hätte einfach ein Blick des leitenden Redakteurs in die eigene Zeitung gereicht, um festzustellen, dass sich die Märkte heute mit Blick auf die stillgelegte Wallstreet so gut wie nicht bewegt haben.

    Die Überlegungen zur Schließung des Investment-Bereichs der Deutschen Bank kommentiert sich selbst am besten, wenn man sie mit der Schlussfolgerung des Autors aus dem ersten Abschnitt seines kubistischen Tagesrückblicks vergleicht, die ausdrücklich lautet, dass es Gebot der Stunde sei, liquides Kapital anzulegen, also das zu tun, was das Investmenbanking tut.

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