Euro-Krise

Erniedrigte Bundesbank: Euro auf Lira-Kurs

Die Finanzmärkte jubeln. Doch die Entscheidung der EZB zum massenhaften Ankauf von Staatsanleihen ist ein Fanal. Die Geldschöpfung eskaliert, Deutschland wird abgezockt – und gedemütigt.
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Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.
Wolfram Weimer

Der Journalist war Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“, des Politikmagazins „Cicero“ und des „Focus“. Er bezeichnet sich selbst als wertkonservativ.

Es ist – man muss der Wahrheit ins Auge sehen - das Ende der Bundesbank. Die Entscheidung der EZB zum unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen lässt die Geldschöpfung eskalieren, die Notenbank gibt ihre Unabhängigkeit auf, sie steigt in die direkte Staatsfinanzierung ein und damit in ein unkalkulierbares Inflationsrisiko. Die größte geldpolitische Sünde seit dem Zweiten Weltkrieg wird Realität.

Diese Entscheidung ist nicht nur gegen die Stimme der Bundesbank und ihres ebenso tapferen wie verzweifelten Präsidenten Weidmann gefallen. Sie ist gefallen, um die Stabilitätstradition der Bundesbank ganz gezielt zu vernichten.

EZB-Präsident Mario Draghi macht aus seinem Triumph keinen Hehl. Er hat mit dieser Entscheidung ganz Europa gezeigt, dass die Deutschen in Frankfurt zu Randfiguren degradiert worden sind. Weder die Bitten den Bundesregierung, noch die Mahnungen deutscher Wirtschaftswissenschaftler noch die dramatischen Einwände der Bundesbank spielten mehr eine Rolle.

Draghi hat seine Mehrheit und die demonstriert er wie ein Balotelli der Geldpolitik.

In seiner Begründung kaschiert der selbstbewusste Italiener seine vornehmlich politischen Motive auch gar nicht. Er spricht nicht wie ein Notenbanker, er tönt wie ein Staatenlenker: Er garantiere (!) die Unumkehrbarkeit des Euro. Ihm geht es nicht um Geldwertstabilität, ihm geht es um die Rettung einer Politik, das Rauskaufen und Weginflationieren der Staatsschulden, um den ganz großen Lira-Trick.

Jahrzehntelang hatte die italienische Notenbank die römischen Staatsschulden aufs unsolideste mitfinanziert. Nun folgt man dieser Weichwährungstradition auf europäischer Ebene.

Die Stabilitätslinie der Bundesbank hingegen ist beendet, ja demonstrativ erniedrigt. Unter großem Gejohle der schuldentrunkenen Südstaaten ist die EZB jetzt auf Lira-Linie. Es ist als ob der Vorsitzende der anonymen Alkoholiker den Whiskykeller weit aufmacht und zum Gelage einlädt.

Draghi lässt sich nicht stoppen - auch nicht von Karlsruhe
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151 Kommentare zu "Euro-Krise: Erniedrigte Bundesbank: Euro auf Lira-Kurs"

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  • Wolfram Weimer trifft den Nagel wieder einmal auf den Kopf. Seine Kommentare sind wirklich lesenswert und nennen die Dinge ungeschminkt beim Namen. Man kann sich nur noch in Galgenhumor flüchten. Wer mag, kann sich meinen Beitrag zum gleichen Thema durchlesen. Titel: "Zaubern auf italienisch: Draghi verwandelt Euro in Lira" (www.klodeckel-des-tages.de)

  • Neidische und arme Menschen?
    wer durch Lug und Trug REICH geworden ist, ist wohl
    der bessere Mensch? passt auf euer Vermögen auf!
    es gibt Unmut der nicht unterschätzt werden darf!
    dazu ist das Forum da, um sich Luft zu machen gegen diese
    Ungerechtigkeit auf der Erde.

  • So wie die Beleidiger hier reden, muss ich annehmen, dass sie sich
    im besten sozialen Netz, das es auf der Welt gibt ausruhen.Wenn
    wir arbeiten haben Sie ja den ganzen Tag Zeit solche üblen
    Kommentare zu schreiben. Neidische und arme Menschen, die
    es zunichts gebracht haben. Kein Unternehmer würden Sie
    einstellen bei dem Gedankengut.Jeder hier im Blog merkt welches
    Geisteskind Sie sind.

  • @ W. S.

    Habe mir, aufgrund Ihrer letzten "Androhung" mal Ihre letzten Beiträge durchgelesen. Mein Fazit: Sie sind ein Mann schlichten Geistes und ein Jammerlappen. Vermutlich haben Sie in Ihrem Leben noch nichts ordentlich auf die Beine gestellt. Sie passen in das Raster eines Buchhalters von einer Dönerkette, der nach Feierabend noch die Dönerreste vor der Türe zusammenfegen muß. Also, verehrter Freund, mach Sie das was Ihnen Ihre eingeschränkten Möglichkeiten erlauben; lesen Sie in der Frühstückspause den "Vorwärts" und trinken Sie vor der Nachtruhe ein Fläschchen Billigbier; aber bitte, verschonen Sie Ihr Umfeld mit Ihren stupiden Kommentaren.
    Beste Grüsse auch an alle Anverwandten.

  • @ Walter Schmid

    Aber Walterchen, was ist los? So ist das. Macht natürlich mehr spass, wenn man sich über Politker - hier Merkel und andere - auskotzt und übelste Unterstellungen schreiben kann. Und nun? da kommt einer und greift in die gleich Kiste und Walterchen regen sich auf.
    Mein lieber Freund, ich schliesse mich den Ausführungen von Rudi vollumfänglich an und stelle noch die Frage ob Sie Alkoholiker sind, bekifft oder einfach nur aussergewöhnlich dumm. Ich denke mal alles zusammen konnte passen.
    Und ja, Sie mich auch!!!!!!!!!!!!!!!

  • @Redaktion HB
    Wer solche Beleidigungen im Netz als Redaktion zulässt und
    nicht löscht der gehört verklagt einschließlich @Rudi. Es hat
    Konsequenzen für Sie.
    MfG
    Walter Schmid

  • Sollten die Piraten und die Freien Wähler in den BT
    einziehen, so wird es eng für Merkel. Sie weiß, dass viele Wähler
    sich von der CDU abwenden würden. Deshalb baut sie sich schon
    jetzt das Nest für Brüssel. Nochmals Aufstieg!! Wo führt uns das
    hin? In den Ab. . .d.
    MfG
    Walter Schmid

  • @ Walter Schmid
    @ P17

    Wer hat euch Hohlköpfen denn ins nicht vorhandene Hirn geschissen?
    Ihr dürft dankbar sein, dass soviel Blödheit nicht umgehend einkassiert wird. Was seid ihr denn für peinliche Exemplare auf zwei Beinen; wohl nur Affen die aus dem Schimpansengehege geflüchtet sind.

  • @P17
    Genau wie Sie es schildern können sie hundertfach in dem Bestseller
    von Höhler" die Patin" lesen. Weidmann ist der Nächste den
    Merkel den Löwen füttert. Hallo aufwachen ihr Deutschen, sonst
    seid ihr verraten und verkauft.Steht auf bevor dass es zu spät
    ist. Aus der Geschichte wohl nichts gelernt!
    MfG
    Walter Schmid

  • @fjv2
    Ganz genau! Merkel muss nur den Schein wahren, um dem dummen Wahlvieh Interessenvertretung vorzugaukeln. Weidmann durfte ruhig die Gegenstimme erheben, weil abzusehen war, dass er damit keinen "Schaden" macht.
    Solange Deutschland seine wirtschaftliche Stärke und Konkurrenzfähigkeit bewahrt, bedeutet das Geld der EZB mehr Arbeit für die Deutschen. Sie sollten nur so schlau sein, sich für die Arbeit anständig bezahlen zu lassen und dass Geld nicht zu horten oder gar zur Bank zu bringen, denn wie wir sehen, ist der Euro keine rotierende Währung, deren Wert stabil sein sollte. Der Weg des Euro ist doch eher: EZB(Druckerei) -> bedürftige Euroländer -> leistungsfähige Euroländer -> Banken(Entsorger).
    Sicherlich braucht man immer eine gewisse Liquidität. Was mich aber erstaunt ist, dass der Euro bei vielen Deutschen soviel Sammlerwert hat.

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