
Frau Schavan hat jeden Buchstaben mit der Schreibmaschine abgeschrieben. Das ist wesentlich schwerwiegender als "copy & paste" als sogenanntes Versehen von Guttenberg. Sie hat ja zeilenweise abschreiben müssen aus fremden Büchern. Da ist kein "Versehen" möglich ! Da schreibt man entweder gleich oder nie mit Hochkomma und Quellenangabe oder man lässt es bleiben.
"... taz: Herr Schmidt, Sie sprechen von 92 Seiten mit mutmaßlichen Plagiaten in der Dissertation von Annette Schavan. Was genau haben Sie gefunden?
Robert Schmidt: Frau Schavan hat zum Beispiel drei Quellen nicht angegeben, die sie nachweisbar in ihrer Arbeit verwendet hat. Pikanterweise musste sie aber sinngemäß nach der damals gültigen Promotionsordnung eidesstattlich versichern, dass sie alle verwendeten Quellen genannt hat. Außerdem gibt es jede Menge Übernahmen aus der Sekundärliteratur, die sie nicht als Paraphrasen gekennzeichnet hat.
Der Leser geht in solchen Fällen davon aus, dass die entsprechenden Gedanken von Frau Schavan stammen. Schließlich hat sie in etlichen Fällen fehlerhafte Zitate oder Quellenangaben aus der Sekundärliteratur einfach abgeschrieben und diese Rechercheleistungen damit als eigene ausgegeben. Wegen übereinstimmender Fehler lässt sich das sehr gut nachvollziehen. ..."
http://www.taz.de/!103294/
http://www.ksta.de/campus/plagiat-hat-auch-schavan-abgeschrieben-,15189650,20591030.html
"... Anders als bisher bekannt, haben neben dem mit dem Gutachten beauftragten Professor Stefan Rohrbacher weitere Wissenschaftler aus dem Kontrollgremium an der negativen Expertise mitgewirkt. Wie ein Ausschussmitglied gegenüber FOCUS Online bestätigte, wurde „arbeitsteilig untersucht”.
http://www.focus.de/politik/deutschland/vorsaetzliche-verstoesse-in-der-dissertation-weitere-gutachter-erheben-plagiatsvorwuerfe-gegen-schavan_aid_839909.html
Bitte zurücktreten, Frau Schavan. Kein "Merkelsches Aussitzen" !

Lieber SaytheTruth,
Sie sollten sich das Gutachten von "Herrn Schmidt" mal selber anschauen. Wahrscheinlich würde das aber auch nichts bringen, da Sie vom wissenschaftlichen Arbeiten keinen blassen Schimmer haben. Eine Zeitung wie die taz zu zitieren zeigt schon, dass es ihnen nicht um die Sache geht.
Die Arbeit ein Plagiat zu nennen ist ein schlechter Witz. Dann können Sie 90 % der Fachliteratur sofort aus dem Verkehr ziehen, und glauben Sie mir ich weiss wovon ich spreche.
Die Untersuchung von Frau Schavan existiert in der Form kein zweites Mal und ist ein Gewinn für die Wissenschaft. Das Sie in Primärquellen TEILWEISE nicht selbst hineingeguckt hat, sondern nur aus der Sekundärliteratur zitiert hat, ist ein sehr häufig anzutreffendes Phänomen, was Sie doch gerade auch tun. Sie sind zu faul in die Arbeit oder das Originalgutachten reinzugucken, deswegen lesen Sie lieber verkürzende Presseartikel darüber.
Die Vorwürfe sind ja so grotesk, dass Herr Schmidt ohne die Kollegen des "Vroniplag" auf eigene Faust "sein Ding" durchgezogen hat, weil die anderen die Arbeit für unproblematisch halten. Das ist hier was ganz anderes als bei Guttemberg. Schmidt bauscht hier Kleinigkeiten und Unsauberkeiten auf, die dem Gesamtwerk aber keinen Abbruch tun.
Die Uni selbst fühlt sich in ihrem Ruf bedroht und biedert sich bei den Medien an. Am Ende wird der Promotionsausschuss die Arbeit nicht als Plagiat ansehen, was Schmidt im Übrigen nicht mal selbst tut. Er spricht lediglich "von einer plagiierenden Vorgehensweise". Was soll das denn bitte sein?! Plagiat oder nicht, und die ganze Arbeit oder nur 20 Sätze?
Hätten Sie eine vernünfige Diss selbst geschrieben, wüssten Sie, dass es kaum vermeidbar ist, mal einige Quellen nicht im LitVZ zu haben oder Quellen im LitVZ haben kann, die man evtl. doch nicht (mehr) in der Endfassung hat. Vor allem zu Zeiten, als Sie kein MS Word 20XX mit Schnellsuche hatten!!!!!

"Die Arbeit ein Plagiat zu nennen ist ein schlechter Witz. Dann können Sie 90 % der Fachliteratur sofort aus dem Verkehr ziehen" stimme ich zu, das ist Fakt;

Fachliteratur unterliegt nicht den Zitationsvorschriften, die für eine Dissertation vorgegeben sind. Mit gutem Grund vorgegeben sind.

Ihnen ist aber wohl doch aufgefallen, dass SaytheTruth hier keine Dissertation veröffentlicht? Wie kommen Sie also auf die Idee, dass er die Originalquellen einsehen soll? Das hätte Frau Schavan gut angestanden.
Zudem ist es nett von Ihnen, Herrn Schmidt, bzw. das Interview in der taz zu verunglimpfen. Das wirft ein schönes Licht auf Sie selbst.
Zudem scheint hier niemandem - insbesondere auch Ihnen - nicht klar zu sein, was die Anforderungen an eine wissenschaftliche Arbeit sind. Da MUSS man nich plagiieren, um den Doktorgrad nicht zu bekommen. Da reicht oft schon viel weniger. Und abgesehen von den tatsächlichen Plagiaten hat Frau Schavan dieses "viel weniger" schon mehr als erreicht.

Ich arbeite im wissenschaftlich für eine große deutsche Universität. Sie können mir glauben, wenn ich Ihnen versichere, dass ich weiss, wovon ich spreche.
Zum ersten: Es gibt kein Gesetz und keine Verordnung, die wissenschaftliche Standards festlegt. Auch in den Promotionsordnungen der Unifakultäten findet sich dazu nichts. Die Regeln beruhen auf gewohnheitsmäßig festgelegten Standards. Sinn einer Fussnote ist nicht primär den fremden Gedanken als solchen kenntlich zu machen! Das ist auch eine völlig fehlgeleitete Vorstellung. Schauen Sie mal: Beschreiben Sie mir ein Vorfahrtstrassenschild in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung. Diese Beschreibung ist danach nicht ihr gedankliches Eigentum. Interpretieren andere dieses Zeichen, werden sie, gerade dann, wenn Sie beide es richtig machen, zu dem exakt gleichen Ergebnis kommen. Gleiches gilt, wenn sie beide Hiob 2:16 beschreiben. Die Vorstellung ist absurd, da einen Gedanken patentieren zu wollen.
Die Fussnotenangabe ist v.a. ein Service für den Leser, der ihm eine vertiefte und weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen soll. Wie einfältig ist die Vorstellung, dass Frau Schavan mit einigen paraphrasierten Sätzen dem ganzen Buch eines anderen Autors die Einzigartigkeit raubt?!
Noch einfältiger ist die Vorstellung, dass selbst 100 solcher Sätzchen der gesamten Diss ihre eigenständige wissenschaftliche Leistung abspenstig machen. Schauen Sie mal in die Werke der Naturrechtsphilosophen der Aufklärung: Die können Sie gleich verbieten, da hagelt es von Plagiaten nach ihrem Verständnis. Die können sie alle aus dem Verkehr ziehen.
Zum zweiten: Wissenschaftliche Standards sind eine Selbstverpflichtung und gelten selbstredend für jede Textgattung, die sich der wissenschaftlichen Methode verpflichtet fühlt. Natürlich gilt das auch für fachwissenschaftliche Artikel.
Ein Plagiat ist eine Kopie! Und das müsste die Arbeit im Ganzen sein, was mitnichten der Fall ist!

Wer Schavans Arbeit selbst anschaut, sieht sofort, dass der Plagiatsvorwurf begründet ist. Im Grunde ist die Sache noch schlimmer als bei zu Guttenberg, weil die Plagiatorin die Satzstellung in den geklauten Passagen so geschickt verändert, dass eine Software kaum anschlagen würde.
Wenn Schavan politisch überlebt, dann nur, weil sie gut mit der Kanzlerin kann und deshalb unterstützende Kommentare wie diesen erhält. Eine Schande!

Herr Weimer, bitte informieren Sie sich, was ein Plagiat und was eine Kopie ist. Ein Plagiat ist auch, wenn ich einen Gedanken einfach übernehme und nicht angebe, woher er kommt. Meines Wissens wurde das Plagiat nicht vollständig erkannt. Daher kam es zu dem Eindruck, dass die Webgemeinde die Arbeit als Plagiatsfrei beurteilt hat. Erst http://schavanplag.wordpress.com/ brachte einiges ans Licht, was nicht bekannt war. Erst recht die angeblichen Primärquellen, welche aber einfache Plagiate aus Sekundärquellen waren. Und das ist eben Betrug. Für den Laien: Wenn ich z.B. eine Arbeit über die Bibel schreibe. Die Bibel ist eine Primärquelle. Eine schon darüber geschriebene ähnliche Abhandlung ist eine Sekundärquelle. Die Dame hat nun einen Gedankengang aus der Sekundärquelle abgeschrieben, aber nur die Primärquelle genannt. Also, wie es ihr eigener Gedankengang war, den sie selbst anhand des reinen Bibeltextes geleistet hat. Das ist aber die Unwahrheit und das ist Betrug. Und genau das hat der Gutachter festgestellt, welches von einem Unbekannten an die Öffentlichkeit gelangt ist: "leitende Täuschungsabsicht". Sie macht das häufig und offensichtlich mit System. Bitte, Herr Weimer, liefern Sie bitte selbst kein Plagiat und informieren Sie sich einfach mal auf der o.g. Website. Es ist für jeden einsehbar.

Ach so, weil Sie behaupten, dass Wissenschaftler sich auf die Seite der Bundesministerin stellen: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/schavan-gutachter-stefan-rohrbacher-unauffaellig-und-akribisch-a-861544.html Was sagen Sie zum Gutachten? "Eine leitende Täuschungsabsicht ist nicht nur angesichts der allgemeinen Muster des Gesamtbildes, sondern auch aufgrund der spezifischen Merkmale einer signifikanten Mehrzahl von Befundstellen zu konstatieren." Sind die Wissenschaftler, welche sich auf die Seite von Schavan schlagen auf der Gehaltsliste des Bundesministeriums und hoffen auf ein berufliches Weiterkommen?