Weimers Woche Hohe Zinsen im Süden? Na und!

Italien und Spanien müssen steigende Zinsen für Staatsanleihen zahlen. Bei der Auktion wird der Renditeaufschlag zu Bundesanleihen kommentiert. Dabei sind Zinsaufschläge nicht nur normal, sondern hilfreich und heilsam.
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Wolfram Weimer ist Handelsblatt-Kolumnist („Weimers Woche“) und Buchautor. Zum 50. Jahrestag will er eine Sonderausgabe des legendären Satiremagazin "Pardon" herausgeben.

Wolfram Weimer ist Handelsblatt-Kolumnist („Weimers Woche“) und Buchautor. Zum 50. Jahrestag will er eine Sonderausgabe des legendären Satiremagazin "Pardon" herausgeben.

Sie werden kommentiert wie Pegelstände von Tsunami-Wellen: Vier, fünf, sechs Prozent Renditen für südeuropäische Zehnjahresanleihen. Und jedesmal, wenn die Sätze wieder einen Zehntelpunkt steigen, dann heißt es im panischen Tonfall, nun ertränken ganze Volkswirtschaften. Tun sie aber nicht. Die steigenden Zinsen für spanische und italienische Staatsanleihen sind in Wahrheit eine Rückkehr zur Normalität und Transparenz in Europa.

Jahrzehntelang war es in Europa völlig normal, dass unsolidere Staaten höhere Kreditzinsen zu zahlen haben als solidere. So wie zuverlässige Privatpersonen und Firmen eben seit Menschengedenken auch niedrige Risikoaufschläge zu tragen haben als unsichere Kantonisten. Das Wehklagen über die Rückkehr zur Zinsnormalität ist also Fehl am Platz. Spanien und Italien haben viele Jahre sogar noch deutlich höhere Zinsen zu schultern gehabt als heute.

Vielmehr war die Einführungsphase des Euro eine Ausnahmesituation, als sich alle Zinssätze für einige Jahre auf deutschem Niveau niedrig anglichen. Wie ein Geschenk der Deutschen wirkten die geborgte Solidität und Niedrigzinsen auf Südeuropa. Von Athen bis Lissabon hätten die Staaten diese goldene Kreditphase nutzen können und die billigen Milliarden in die Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit stecken können. Sie hätten neue Industriesektoren aufbauen können, sie hätten Eliteunis und Forschungszentren schaffen können, sie hätten geschickt investieren können. Haben sie aber nicht.

Anders als Korea oder China oder Chile oder Brasilien oder Indien hat Europas Süden das vergangene Jahrzehnt verspielt und lieber konsumiert als investiert, sich lieber ausgestreckt als angestrengt. Nun sind die Zinsmilliarden verfrühstückt, und die Welt mag Südeuropa einfach keine Niedrigzinsen mehr gönnen, weil man – altmodisch gesprochen - an ihrer Tüchtigkeit zweifelt. Denn anders als Deutschland, dass sich mit seiner Agenda 2010 reformiert und nach vorne gequält hat, sind in Südeuropa die großen Modernisierungsreformen ausgeblieben.

Zinsen sind ein Misstrauensindikator
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  • @Daster: It is true that most of the German exports are going to Europe (40 % to Euro zone). But the percentage of German exports to Europe even decreased after introduction of the Euro. And: Do you really believe that Greece people would have bought Greece cars or machines, when Germany would not exist? They would have bought Japanes or Chinese or Korean cars and mashines... The problems would be the same, the money would have been gone out of Europe and there would not be a country with a strong economy in the Euro-zone. The strong German economy at the moment gives a little rest of trust and stability for Europe.

    As the previous author already mentioned Germany for the last 20 years had the lowest increase in income within the whole Euro-zone although the increase of productivity was one of the highest in Europe. This is one of the reasons why German economy since 2 or 3 years is very succesfull on the world market. It is not a competition within Europe (Germany against the South), it is mainly a competition with Asian, Arabian and emerging countries. German economy still is competitive whereas for several European countries the economy is not competitive and a lot of populistic presents are paid by making debts ( without doubt also in Germany ).

    German policy at the moment strongly supports the Southern countries and tries to help. This is absolutly not popular in Germany as you can see in all these comments. But German policy also insists on improving the competitiveness and balance the national budget of Southern Europe. What else could be the solution for the current problem? I don't really see a different way although this is really hard for the people.

    All other proposed solutions mean not to take the own responsibility and what is even worse will not solve the problems but increase them. Because all other proposed solutions will postpone a solution and will increase the lack of competitiveness and the inbalance of national budget.

  • @Daster:
    "You fucking idiots the last 10-15 years you live with the money the south spend on your products(60% of German exports are in Europe). Now you want to tell us that you are the good ones, you dont see that half of europe lives in shit( aber hauptsach euch gehts gut). Your profit of the crisis in Europe is enorm, its the biggest groth of the last 20 years( aber hauptsach euch gehts gut."

    Nice Denglisch Daster. :)
    But you need to get your facts straight. Germany has suffered for a long time from the Euro during the first 10 years until the banking crisis in 2008.

    There was basicly a capital flight from Germany to the south after the start of the Euro, because of the low interest rates and the implicit bail-out garanties.
    The money of the german safers went south to finance the boom in the PIIGS. Growth in Germany was low, unemployment was high. That is the reason of the low wage increases in these years in Germany, the so called sick man of Europe. The people had nothing from the Euro.

    So Germany suffered big time while the PIIGS had all the fun. But during the boom the PIIGS lost their competetiveness and lost their industrial base. They financed it with even more debt. Like hidden bail-out debt with the Target2 Eurosystem.

    Germany got for its exports of the last 3 years only Target2 claims as compensation (700billion €). And nobody will ever pay that back. Selling a product and not getting paid is not a good deal, is it?

    So you see, there are always 2 sides to every story.

    But there is a solution, Germany has to leave the EMU.

  • Der Artikel ist oberflächlich und klischeehaft. Er wäre gut geignet als Vorlage für die Wahlkampfrede einer populistischen Partei.

  • Ist doch ganz einfach. Alle die die hier sagen die Bankster seien Schuld sollten sich fragen ob sie selber Peripherieanleihen zu 6 oder 7% kaufen oder lieber Bundesanleihen. Dann haben sie die Antwort. Die Banken kaufen den Bloedsinn ja nur weil die Regulatoren auf den Euroschrott keine Kapital anrechnen, sonst wuerden die Banken mit dem Geld der Sparer wohlgemerkt ihnen schon lange den Hahn zugedreht haben. Schuld ist ganz alleine die miese Politik. Keine scapegoats suchen bitte. Die Verbrecher sitzen in den Parlamenten.

  • Mein Deutsch ist zwar gut aber ich schreibe besser auf englisch weil ihr deutschen ein problem habt mit der rechtschreibng.
    You [...] the last 10-15 years you live with the money the south spend on your products(60% of German exports are in Europe). Now you want to tell us that you are the good ones, you dont see that half of europe lives in [...] ( aber hauptsach euch gehts gut). Your profit of the crisis in Europe is enorm, its the biggest groth of the last 20 years( aber hauptsach euch gehts gut).
    Time is near, like the Mark you will gett it, but dont cry for me argentina, when half off Europe cant afford your products because there are back to there own currency.
    But also you have no problem that people die near you and the banks and big companiies make billion than it is(hauptsach mir gehts gut)
    They try globalisation on the wrong people, the Greeks will
    also vote for you on the 17 June for the freedom of the people.
    Wake up its all about the money and how to controll the people .

    [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

    Best Regards

  • Hohe Zinsen im Süden? Na und!

    Was interessiert es den Süden???

    Ab Juli dürfen wir Deutschen permanent zahlen dank ESM!!!

    Immer mehr Steuern, Abgaben und Kürzungen damit unsere Freunde im Süden die Zinsen an die Bankster weiter zahlen können.

    Es geht übrigens immer nur um die Zinszahlungen an die privaten Banken!

    Staaten verschulden sich zu 97% bei privaten Banken!!!

    Warum sprechen die Medien von Investoren und nicht privaten Banken?

    Der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt ist Zinszahlungen!!!
    ( Und der wird jedes Jahr größer wegen dem Zinseszins )

    Bei den anderen Ländern sieht es genau so aus.

    Spanien zahlt in diesem Jahr 29.000.000.000 Euro nur an Zinsen!!! ( Das sind jeden Tag ca. 80 Mil. an Zinsen! )

    Im Grunde sind alle Regierungen nur Zinseintreiber für die privaten Banken!!!

    Wenn die Griechen, Spanier, etc. die Zinsen für Ihre Kredite nicht mehr zahlen können, zahlen es ab Juli die Deutschen dank ESM!

    Was ist eigentlich der ESM?

    Hier eine Erklärung in 4 min.

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0&feature=share

    www.wissensmanufaktur.net

  • Strichnid, sie haben es nicht kapiert. Politik sollte sich nicht von Märkten leiten lassen, auch wenn die Märkte sich nach der Politik richten.

    Was niedrige Zinsen anrichten, muss doch nun jeder begriffen haben. Die Politik denkt dann, sie kann mit Geld um sich schmeissen, das es nur so kracht. Bis es dann kracht.

  • Ich wünsche manchem, der hier so manchen Mist postet, die Rolle eines Portfolio Mangers. Dann sagt mir doch bitte einer, wo ich für das Geld meines Mandanten noch einen vernünftigen Ertrag bekomme. Fakt ist doch der: die Niedrigzinspolitik (und jetzt einfach mal das blöde Herumgehacke auf Banker-Boni zur Seite!) ist ungemein zerstörerisch. Renditen weit unter der "offiziellen" Inflationsrate und Investmentrisiken, die eigentlich keiner mehr beschreiben will. Wer ist Schuld? Aus meiner Sicht? Alle Politiker und Bundesbanker, die alle Prinzipien der Solidität auf dem Altar eines "euro" geopfert haben! Der Euro ist aber kein Gott sondern Götze. Die intelektuelle Leistung der meisten Politiker ist kläglich bis erbärmlich. Beim ESM sind wir dann im wahrsten Sinn des Wortes bei der Armseligkeit angelangt.

  • Ich wüsste nicht, was meine Analyse mit Sozialismus zu tun hat. Antizyklische Politik wird von nahezu allen Ökonomen als sinnvoll erachtet. Die Märkte bilden diese Notwendigkeit jedoch eben NICHT mit ihren Zinsen ab. Im Gegenteil: Sie interessieren sich nicht dafür, ob ein Staat im Boom spart, und sie bestrafen ihn definitiv, wenn er versucht eine Rezession mit Investitionen aufzuhalten. Die Märkte bewerten nicht die klügste langfristige Politik, sondern immer nur die momentane Lage. Zeigen Sie doch mal, wo die Märkte den schlecht geführten Laden Griechenland vor 2007 mit hohen Zinsen bestraft haben! Das war nicht der Fall. Die Märkte sind als Korrektiv ebenso ausgefallen wie die Politik. Sie sind sogar noch kontraproduktiver, weil sie in jedem Fall eine prozyklische Politik befördern.
    Der Vergleich mit Unternehmen hinkt obendrein - diese Unternehmen gehen unter Umständen einfach pleite. Aber nur, wenn sie nicht too-big-too-fail sind. So viel zur Marktwirtschaft. Von mir aus lassen wir auch alle Staaten mit Verschuldungen über 80% des BIP pleite gehen (also auch Deutschland). Da habe ich überhaupt nichts dagegen. Dann wären wir endlich ganz direkt der Marktlogik ausgesetzt. Ich bezweifle, dass die Resultate den Marktgläubigen gefallen würden.

  • die Finanzmaerkte gehen nicht nach sozialistischen Wunschdenken, sondern nach Risiko.
    Laender werden von den Maerkten wie schlecht gefuehrte Unternehmen abgestraft, mit Risikoaufschlaege fuer Kredite.
    Dann gehen Sie doch bei und geben den PFIIGS Staatsanleihen fuer 1 oder 2%.
    Wie immer, beim eigenen Geld hoeren Sozialisten auf Sozialist zu sein!
    .
    Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, daß sie es von anderen haben wollen.
    Konrad Adenauer

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