Weimers Woche
Röslers Rücktritt hat begonnen

Dirk Niebel hat in der FDP eine Debatte entfacht, ob Rösler wohl der beste Spitzenkandidat für den Wahlkampf sei. Das ist er natürlich nicht. Es scheint, als wäre sein Sturz nach der Niedersachsenwahl beschlossene Sache.
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BerlinPhilipp Rösler ist so etwas wie das Mainzelmännchen der deutschen Politik. Alle finden ihn nett und putzig – aber eben nur als Pausenfüller. Der freundliche Parteichef der FDP steht vor dem Ende seiner politischen Regentschaft, die in Wahrheit nur ein Interregnum gewesen ist.

“Es gab eine Ära Westerwelle und es wird eine Ära Lindner geben - dazwischen liegt bloß ein schwieriger Übergang”, raunte ein Spitzenliberaler dieser Tage in Berlin. In der FDP wird hinter den Kulissen bereits die Zeit nach Röslers Rücktritt geplant. Dabei verrutschte in dieser Woche freilich der Vorhang, und man sah für einen Moment die liberalen Machthandwerker beim Umdisponieren. 

Entwicklungsminister Dirk Niebel hatte mit seinem Vorschlag einer Wahlkampf-Doppelspitze das mühsam gehaltene Schweigegelübde in Sachen Rösler gebrochen. Niebel war erst vor wenigen Wochen zum Spitzenkandidaten der mächtigen Südwest-FDP für die Bundestagswahl gekürt worden. Also schlug sein Misstrauensvotum gegenüber Rösler ein wie eine schwäbische Bombe. Denn in Wahrheit sagte Niebel damit, was alle denken: Rösler ist der falsche Man, um die lebensbedrohliche Bundestagswahl für die FDP noch zu retten. 

Rösler ist es bislang kein bisschen gelungen, seine taumelnde Partei aus dem Umfragetief zu holen. Nach derzeitigem Stimmungsstand droht der FDP der komplette Rauswurf aus dem Bundestag. Rösler gilt als integrer Mann, aber nicht als erfahren, hart und souverän genug, um in einer derartigen Krise das sinkende Schiff noch zu retten. Darin sind sich mittlerweile die meisten Führungskräfte in der FDP einig. 

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Röslers Rücktritt hat begonnen

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Umfragen sagen ein Scheitern voraus

Kommentare zu " Weimers Woche: Röslers Rücktritt hat begonnen"

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  • War und ist die Energiewende nicht Chefsache Merkel?

    Ich denke damit wurde schon EX-Umweltminister Röttgen zerschlissen, und vielleicht folgt jetzt Altmeier. Sie haben ein Projekt in Auftrag von Mutti auszuführen um das ich sie nicht beneide ...

    Tja und vom Volk und den anderen Parteien kam erst mal auch nur Lob. Man wollte ja den schnellen Atomausstieg. Auch die SPD und vor allem die GRUENEN; nach Fukushima ganz besonders.




  • Na ja, immerhin hatte Rösler im September 2011 den Vorschlag gemacht, über eine geordnete Insolvenz von GR nachzudenken, und er hatte auch noch die "Frechheit" zu sagen, dass für ihn eine Involvenz Griechenlands den Schrecken verloren habe.

    Dafür wurde er von allen Seiten abgestraft, und ich kann mich nicht daran erinnern, dass ihn diesbezüglich irgend jemand unterstützt hat. Die Presse schon gar nicht.

    Reaktion z. B. Beispiel im Stern vom 13. September:
    "Röslers Pleite :
    Mit seiner Analyse zur Zukunft Griechenlands handelt sich Philipp Rösler nicht nur Ärger ein, sondern auch Zweifel an seinem Sachverstand."

    Meine Meinung: Die Pleite GR wird sowieso kommen. Wir werden dann noch viel mehr Geld verloren haben. Dann wird aber keiner sagen: Hätten wir doch auf Herrn Rösler gehört!

    Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine, auch führende Wirtschaftsvertreter sehen es so:
    http://www.youtube.com/watch?v=uWjXMMNCh_Q

    Ich halte Herrn Rössler zwar für nicht so erfahren und nicht so gut im Lügen wie viele seiner Kollegen, dafür aber für intelligent und humorvoll. Wenn er sich dann mal politisch nicht ganz so korrekt geäußert hat, finde ich das nicht so gravierend. Mir ist Ehrlichkeit in der Politik lieber.

    Wenn ich die Wahl hätte, für ein Abendessen mit Meinungsaustausch, dann aber xmal lieber mit Herrn Rösler als mit Brüderle, Genscher, Schäuble, Steinbrück .....

    Und er sieht auch noch gut aus ....

  • Ales_muss_raus_Schlussverkauf
    richtigh.
    Aber als Eliten sollten Sie diese Typen nicht bezeichnen. Es sind ja keine.
    Eliten haben eine hohe Intelligenz und hohen Anstand

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