Weimers Woche: Sieger und Verlierer der Wirtschaftspolitik

Weimers Woche
Sieger und Verlierer der Wirtschaftspolitik

Das Jahr 2012 war wirtschaftspolitisch so turbulent wie selten. Die Schuldenkrise des Westens setzt Politiker, Notenbanker und Ökonomen unter Druck. Wer beendet das Jahr als Sieger, wer als Verlierer?
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In normalen Zeiten sind Wirtschaftspolitiker und Notenbanker dann besonders gut, wenn man nichts von ihnen mitbekommt. In diesem Jahr hörte die Welt im Stundentakt von ihnen. Die Schuldenkrise des Westens hat vor allem Ben Bernanke und Mario Draghi zu unfreiwilligen Superstars der Weltpolitik werden lassen. Beide haben die Schuldenkrise mit großer Präsenz und Handlungsmacht geprägt und den Kollaps des Weltwährungssystems verhindert. Selbst ein zweiter Absturz der Konjunktur wie nach der Lehman-Pleite konnte dank der Notenbanken abgewendet werden. Sowohl die Fed als auch die EZB haben ihren Einfluss und ihre Macht erheblich erweitert, und Bernanke wie Draghi machten dabei politisch gute Figuren.

Und doch sind sie keine Sieger der Geschichte. Denn der Preis für die Rettungspolitik ist gewaltig: die Geldmengen eskalieren, die Notenbanken politisieren sich, sie werden Konjunkturgestalter und die Risiken für Inflation wie Vertrauensschocks steigen mit der Geldflut. Kurzum: Im Jahr 2012 sind die beiden wichtigsten Notenbanken der Welt zu Sanatorien der Schuldenpolitik degeneriert.

Genau umgekehrt verhält sich die politische Bilanz von Jens Weidmann. Die Bundesbankpräsident ist ein Sieger des Jahres - wenn um Prinzipientreue und Seriosität geht. Er hält mittlerweile fast alleine das Fähnlein der Gelwertstabilität und einer unabhängigen Notenbankpolitik hoch. Er hat sich damit den wirtschaftspolitischen Tapferkeitsorden des Jahres verdient. Zugleich aber schwindet der Einfluss der Bundesbank in der EZB dramatisch. Die deutschen Positionen werden inzwischen derart übergangen als sei Deutschland das neue Malta.

Zu den Glücklosen des Jahres zählt Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Er hat kein klares Profil erkennen lassen, wechselte seine Positionen in der Griechenlandfrage jeweils zu laut vom Zuchtmeister zum Versöhner und konnte sich in keiner ordnungspolitischen Frage von Rang durchsetzen. Zudem entgleiten ihm seine Partei und die Akzeptanz in Wirtschaft wie Bevölkerung. Er wirkt mit Blick auf 2013 wie ein Spitzenpolitiker auf Abruf.

Wolfgang Schäuble hat es hingegen wieder einmal geschafft. Er steht als großer Sieger am Ende des Jahres da, sein Einfluss ist in ganz Europa groß wie nie. Er wirkt wie der Steuermann durch die Euro-Krise. Und auch seine Reputation im Wahlvolk bleibt hoch. Dabei hat er seine wichtigste Aufgabe wieder einmal verfehlt – denn Deutschland hat immer noch keinen ausgeglichenen Bundeshaushalt. Dabei wäre das im Aufschwung und mit Rekordsteuereinnahmen möglich gewesen.

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  • Klickt mal stern.de spiegel.de focus.de welt.de hintereinander durch - was da für ein Müll drinsteht. Und alle Artikel und Überschriften (abgestimmt) überall vorhanden.

    Das wird einem nur noch schlecht beim lesen.

  • Das Polit-Theater ist in Deutschland eine reine "Unterhaltungs-Fassade". Die Politiker halten den Deutschen den Hintern hin und raus klackert nur Mist.

    Die "System-Presse" ist zur Verteilung der täglichen Schei..e verantwortlich und natürlich auch das zwangs-bezahlte GEZ-TV lebt prächtig vom Verteilen und der Erzeugung von Müll und Verdummung.

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