Adecco: Kommentar: Der nächste Fall

Adecco
Kommentar: Der nächste Fall

Nach Parmalat und Ahold folgt der nächste Bilanzskandal: Der Schweizer Zeitarbeitskonzern Adecco meldet rätselhafte Lücken in der Bilanz. Das Unternehmen wird sofort abgestraft, und die Aktie verliert fast die Hälfte ihres Wertes. Dabei wird es sicherlich nicht bleiben.

Nach Parmalat und Ahold folgt der nächste Bilanzskandal: Der Schweizer Zeitarbeitskonzern Adecco meldet rätselhafte Lücken in der Bilanz. Das Unternehmen wird sofort abgestraft, und die Aktie verliert fast die Hälfte ihres Wertes. Dabei wird es sicherlich nicht bleiben. Die Beispiele Parmalat und Ahold haben gezeigt, dass Adecco ebenfalls die Existenzkrise droht. Schlechte Zeiten also für alle Adecco-Aktionäre.

Das ist allerdings kein Grund, dass sich die Anteilseigner anderer Unternehmen entspannt zurücklegen könnten. Denn eines scheint sicher: Adecco wird nicht den letzten Bilanzskandal liefern. Nach den Problemen um US-Konzerne wie Enron und Worldcom wird weltweit überall an schärferen Bilanz- und Börsenregeln gefeilt. Und diese Verschärfung wird auch die letzten Wirtschaftsprüfer wachrütteln, die in der Vergangenheit bei zweifelhaften Bilanzierungsmethoden vielleicht noch beide Augen zugedrückt haben. Der Selbstreinigungsprozess unter den Unternehmen wird weiter gehen. Doch wenn das geschafft ist, gibt es endlich saubere Bilanzen.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie
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