Adidas
Kommentar: Reebok kommt langsam voran

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Da mag die Marke Adidas noch so gut laufen, viel Applaus bekommt Konzernchef Herbert Hainer dafür nicht. Denn gute Zahlen im Kerngeschäft setzen die Investoren als selbstverständlich voraus. Stattdessen wird der Manager wird vor allem daran gemessen, ob er seinen Zukauf Reebok wieder auf die Beine bringt.

Drei Milliarden Euro hat Hainer vergangenes Jahr für den Wettbewerber aus Amerika ausgegeben. Ob sich die größte Akquisition in der Firmengeschichte gelohnt hat, lässt sich heute noch nicht sagen. Eines deutet sich aber heute schon an: Ein Desaster wie mit der französischen Marke Salomon wird es nicht geben. Den Skihersteller hatte Salomon teuer eingekauft und nie in den Griff bekommen. Rote Zahlen waren die Folge.

Reebok ist zwar noch längst nicht so profitabel wie die Marke Adidas. Auch die Umsätze gehen nach wie vor leicht zurück. Aber die Margen steigen - und das ist entscheidend. Wenn es dem zweitgrößten Sportkonzern der Welt jetzt noch gelingt, den Absatz von Reebok anzukurbeln, dann darf Hainer die Übernahme getrost als Erfolg verbuchen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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