Airbus
Bauen, wo der Kunde sitzt

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will in China eine Endfertigung für den Verkaufsschlager A320 aufbauen. Und Industriepolitiker wittern bereits den großen Ausverkauf strategischen Know-hows an die Chinesen. Die Sorge ist ernst zu nehmen, doch das industrielle Interesse von Airbus überwiegt diese Befürchtungen.

Das Beispiel von Boeing in Japan zeigt, dass nur durch eine industrielle Präsenz dauerhaft eine starke Marktstellung im Ausland erreicht werden kann. Daher macht die industrielle Präsenz von Airbus in China Sinn angesichts der Tatsache, dass China bei Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeugen wie der A320 einer der Boommärkte ist.

Ferner muss Airbus mit dem Ausbau der Auslandsproduktion seine Kostenbasis vom Euro lösen. Da Flugzeuge in Dollar bezahlt, die Kosten aber bislang überwiegend in Euro anfallen, reißt die Dollarschwäche tiefe Löcher in die Bilanz von Airbus.

Die findigen Chinesen erhoffen sich gewiss Technologietransfer durch das Airbus-Werk in Tianjin, in dem die Endmontage der A320-Maschinen stattfinden soll. Da wirkt beruhigend, dass die A320 bereits ein relativ altes Flugzeug ist. Ihre Neuentwicklung steht bald an – und sie bleibt reserviert für Toulouse und Hamburg.

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