Airbus
Kommentar: Neue Chance

Die Übernahme von drei Airbus-Werken durch die kleine Bremer OHB ist geplatzt. Das macht den Weg frei für eine bessere Lösung.
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Airbus-Chef Thomas Enders hat endlich die Reißleine gezogen: Da die kleine Bremer OHB die Finanzierung für den Kauf der drei Airbus/EADS-Standorte nicht zusammenbekommt, will er die Werke zunächst behalten. Wichtiger als ein Verkauf um jeden Preis ist, dass das Langstreckenflugzeug A350 pünktlich beim Kunden landet.

Die Entscheidung kostet Airbus zwar kurzfristig Geld, wird sich langfristig aber als richtig erweisen. Nach dem Debakel um die A380 und dem Gewürge um den Militärtransporter A400M kann sich Airbus keine neue Pleite mit dem Zeitplan eines Flugzeugprogramms erlauben. Die A350 kommt ohnehin spät auf den Markt – den Planungen zufolge rund vier Jahre nach Boeings Verkaufsschlager 787.

Der nächste Test für Enders’ Durchsetzungsfähigkeit steht an, wenn es darum geht, wer die deutschen Standorte am Ende bekommen wird. Denn der Verkauf bleibt auf der Agenda. Von Anfang an hatte sich Enders für einen Verkauf an den US-Zulieferer Spirit eingesetzt. Nur auf politischen Druck und mit dem Versprechen von Staatshilfen hat sich EADS ür die deutsche OHB entschieden.

Das Bremer Unternehmen ist nun aber aus dem Rennen. Und als einzig realistische Alternative erscheint derzeit ein Verkauf an den US-Konzern Spirit. Das ist politisch unpopulär, wenn auch betriebswirtschaftlich vermutlich die sinnvollste Lösung. Argumentationshilfen bekommt Enders nun aus den USA selbst:

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