Aktienmarkt
Kommentar: Freundliche Aussichten für den Dax

Deutsche Aktien legen auch in diesem Jahr deutlich zu, werden derweil aber unter Bewertungsgesichtspunkten immer billiger.

scc. Was sich auf den ersten Blick wie ein Paradox liest, ist in Wirklichkeit bei den 30 im Deutschen Aktienindex (Dax) vertretenen Top-Unternehmen im vierten Jahr in Folge Realität. Sie trimmen speziell ihre Ausgaben mit Restrukturierungs- und Sparmaßnahmen vehement auf Vordermann. Die Konsequenz: Die Gewinne steigen in diesem Jahr im Schnitt erneut zwischen 25 und 30 Prozent. Einzig Infineon schreibt noch immer Verluste.

Die Konsequenz für die Anleger ist einfach: Weil Aktien seit dem Jahresbeginn nur um rund 15 Prozent zugelegt haben, ist es heute trotz der gestiegenen Kurse weniger spekulativ, in Aktien einzusteigen als im Januar. Bleibt allein die Frage, ob sich das rasante Gewinnwachstum auch im kommenden Jahr fortsetzen lässt. Betriebliche Kosten lassen sich schließlich nicht unendlich senken.

Für 2006 winken im Moment bereits andere Indikatoren. Beispielsweise dürften jüngsten Prognosen zufolge neben der weiterhin starken Auslandsnachfrage auch die inländischen Ausrüstungsinvestitionen anziehen. Kämen ein fallender Ölpreis und ein steigender Dollar hinzu, wären steigende Kurse speziell für die Exportunternehmen quasi programmiert. Schon jetzt wagen sich die ersten Banken aus der Deckung, die den Dax, der gerade erst wieder die Marke von 5 000 Punkten genommen hat, in einem Jahr bei 5 800 Punkten sehen.

Freundliche Aussichten also, die auch die großen ausländischen Investoren registriert haben. Nach kurzem Beobachten der Gemengelage nach der Bundestagswahl dürften sie in den nächsten Wochen verstärkt an den deutschen Aktienmarkt zurückkehren.

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