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Allianz: Auf dünnem Eis

Sicher, die Zahlen die der neue Allianz-Chef Michael Diekmann heute vorgelegt hat, sehen gut aus. Doch bei näherem Hinschauen zeigt sich auch, dass sich die Allianz noch auf dünnem Eis bewegt.

Sicher, die Zahlen die der neue Allianz-Chef Michael Diekmann heute vorgelegt hat, sehen gut aus. Zum ersten Mal nach vier bitteren Verlustquartalen weist Europas größter Versicherer wieder einen deutlichen Gewinn aus. Und die Fortschritte bei der Sanierung sind beachtlich. Ob bei der US-Tochter Fireman’s Fund, bei der Dresdner Bank und in der Industrieversicherung - das harte Durchgreifen zahlt sich langsam aus. Im Kerngeschäft mit Versicherungspolicen verdient der Münchener Konzern wieder Geld.

Doch bei näherem Hinschauen zeigt sich auch, dass sich die Allianz noch auf dünnem Eis bewegt. Diekmanns erste Bilanz sieht auch deshalb gut aus, weil er sich über kräftigen Rückenwind freuen kann. Die Kapitalmärkte erholen sich, wenn auch langsam. Große Naturkatastrophen oder weitere Terroranschläge sind bisher glücklicherweise ausgeblieben. Außerdem hilft ein kräftiger positiver Steuereffekt in der Quartalsrechnung, der unter dem Strich zu dem guten Ergebnis führt. Dass das alles nicht so bleiben muss, weiß auch Diekmann. Das Umfeld könnte sich auch wieder deutlich eintrüben. Naturkatastrophen sind fast so unberechenbar wie die Börse. Diekmann hat also recht, wernn er ausdrücklich warnt: "Wir sind noch nicht über den Berg."

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