Allianz-Tochter Dresdner Bank
Kommentar: Neues Pulver für die Dresdner-Kritiker

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Die Finanzkrise hat Dresdner Bank im Quartal schwerer getroffen als Deutsche Bank oder Commerzbank. Die einstmals stolze Nummer zwei der heimischen Bankenbranche ist in die roten Zahlen gerauscht. Der Grund hierfür sind Belastungen über 575 Millionen Euro – hauptsächlich Abschreibungen auf forderungsbesicherte Anleihen sowie Kreditderivate.

Damit steht die Allianz-Tochter Dresdner keineswegs alleine da, auch andere mussten mit zum Teil sogar deutlich höheren Wertberichtigungen kämpfen. Nichtsdestotrotz konnten diese die Lasten weitaus besser wegstecken. Und das lag nicht nur daran, dass das Ergebnis durch Beteiligungsverkäufe aufgehübscht wurde.

Tatsache ist, dass es einer Deutschen Bank beispielsweise weitaus besser gelungen ist, ihre Bonuszahlungen angesichts des Markteinbruchs zurückzufahren, als der Dresdner. Und dass eine Commerzbank sich im Privat- und Firmenkundengeschäft eben besser geschlagen hat, als die „Grünen“. Das werden auch die Allianz-Investoren sehen. Und erneut die Frage aufwerfen, ob die Münchener tatsächlich der beste Eigentümer für die Dresdner Bank sind.

Hans G. Nagl
Hans G. Nagl
Handelsblatt / Senior Financial Correspondent

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