Altana
Strategischer Test

Der Pharma- und Chemiekonzern Altana ist offenkundig dabei, seine strategischen Optionen im Pharmageschäft auszuloten. Viel anders kann man die Reaktionen des Unternehmens auf Berichte, wonach ein kompletter Verkauf der Pharmasparte erwogen werde, kaum interpretieren. Die Meldung wurde von Altana weder bestätigt noch dementiert.

Aus den bisherigen Äußerungen des Managements waren solche Absichten nicht herauszulesen. Im Gegenteil: Die vorgesehene Abspaltung der Chemiesparte deutete darauf hin, dass sich Altana künftig als reinrassiger Pharmakonzern positionieren und mittelfristig vor allem auf diesem Feld die Aktivitäten weiter verstärken würde.

Ein Verkauf der Pharmasparte wäre insofern eine komplette strategische Kehrtwende. Das Unternehmen Altana würde auf den Chemiekern reduziert. Aus Sicht der Altana-Eigner indessen hat ein Verkaufstest durchaus seine Logik. Denn der Konzern befindet sich an einer Wegmarke, die relativ viele Optionen offen lässt.

Mit dem Erwerb der Eckart-Gruppe ist die Chemiesparte erstmals groß genug für eine eigenständige Rolle als mittelgroßer Chemiespezialist. Das Pharmageschäft steht dank des Magenmedikaments Pantozol derzeit (noch) in voller Blüte. Die Neuentwicklungen im Asthmabereich dagegen sind mit einigen Unsicherheiten befrachtet. Sollen sie zu Erfolgsprodukten aufgebaut werden, wird Altana auf jeden Fall weitere Partner brauchen.

Warum also nicht auch einen Komplettverkauf prüfen, bevor man durch neue Allianzen wieder an Spielraum verliert? Schwierig wäre im Erfolgsfall lediglich eine Frage: Wo könnte man die Milliarden aus einem Pharmaverkauf wieder sinnvoll investieren?

shf

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