Analyse
Origami - der gefaltete Taschenbuch-PC

Das Projekt "Origami" war vor der Cebit ein Renner in der Gerüchteküche der Computerbranche. Doch nur wenige Hinweise sickerten durch. Nun wurde auf dem Intel Entwickler Forum in San Francisco und auf der Cebit in Hannover der Schleier gelüftet.

HANNOVER. Hinter dem Codewort "Origami" verbirgt sich ein ultrakompakter Personalcomputer in einem etwa DIN A5 großen Taschenbuchformat als jüngstes Angebot der PC-Branche.

Das nach der japanischen Papierfaltkunst "Origami" benannte Projekt wird derzeit vor allem von Microsoft als Softwareanbieter, Intel als Chipentwickler und Samsung (Südkorea - Cebit Halle 1, Stand B41), Asus (Taiwan - Cebit Halle 2, Stand A12) und Founder (VR China) als Gerätehersteller geprägt.

Der für mobile Plattformen zuständige Microsoft-Manager Bill Mitchell sieht in den unter dem Codewort "Origami" entwickelten UMPCs - das hässliche Kürzel steht für "Ultra-Mobile PC" - neue Möglichkeiten für die PC-Nutzung. Das Projekt wurde nach Angaben Mitchells vor etwa eineinhalb Jahren gestartet. Vor neun Monaten wurde ein erster Prototyp hergestellt. Die ersten Geräte sollen in den nächsten zwei Monaten auf den Markt kommen. Bei den Preisen ist von 600 und 1000 US-Dollar, also etwa 500 bis 840 Euro, die Rede.

Die UMPCs laufen unter der Windows XP, sollen aber künftig mit dem kommenden Betriebssystem Windows Vista ausgestattet werden. Sie haben einen berührungsempfindlichen Bildschirm, jedoch keine Tastatur. Nutzer können sich darüber mit dem Internet verbinden, mit Freunden kommunizieren, spielen, Musik hören oder Videos ansehen. Der Bildschirm hat eine Größe von 17 Zentimetern im Durchmesser mit einer Auflösung von mindestens 480 mal 800 Bildpunkten (Pixel). Die Netzwerkverbindung funktioniert über WLAN, Bluetooth und Ethernet.

Microsoft hat auf der Cebit als Zielgruppe für den neuen Gerätetyp in erster Linie Verbraucher und nicht professionelle Business-User definiert. Dieser Vermarktungsansatz muss mit einem Fragezeichen versehen werden. Erste Diskussionen in Hannover zeigten, dass auch Geschäftsleute durchaus Interesse an dem Formfaktor DIN A5 haben könnten. Bisher hatte Microsoft für diese Gruppe die DIN-A4 großen Tablet PCs im Programm.

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