Apple und das iPhone
Kommentar: Die Magie des Innovators

Das iPhone ist Segen und Fluch zugleich für den amerikanischen Technologiekonzern Apple. Segen, weil das angebliche Wunderding seit Monaten die Fantasie von Technologiefreaks und Börsianern beflügelt. Fluch, weil Apple sich jetzt an den völlig überzogenen Erwartungen messen lassen muss.
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Wer die ganze Hysterie der vergangenen Monate für weit überzogen hielt, darf sich jetzt klammheimlich die Hände reiben. Mit einem Verkaufziel von einer Million Geräten im laufenden Quartal ist Apple vorsichtig. Zu vorsichtig wie einige Analysten an der Wall Street finden. Über den Erfolg des iPhones und die Strategie von Apple-Chef Steve Jobs sagt der jetzige Dämpfer ohnehin genauso wenig aus wie die vorherige Marketingblase.

Jobs will im nächsten Jahr weltweit zehn Millionen iPhones verkaufen. Ein Jahr später könnten es nach Schätzungen von Analysten bereits 45 Millionen sein. Lande Apple innerhalb dieser Spannweite ist das Telefon ohne Tasten bereits ein Erfolg. Für Apple würde das einen Umsatzzuwachs von mehr als 15 Mrd. Dollar bedeuten.

Für Jobs und seine Strategie sind die monatlichen Verkaufszahlen ohnehin nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass Apple mit dem iPhone erneut zu beweisen scheint, dass sich das Unternehmen wieder einmal neu erfindet. Erst war es der Mac, dann der iPod und jetzt das iPhone. Es ist diese Innovationsfreude, die Apple von der Konkurrenz abhebt und Jobs jene Magie verleiht, die seine Fans lieben und seine Kritiker als Marketingtrick verdammen. Dass der geniale Innovator auch ein genialer Verkäufer ist, kann man ihm jedoch ernsthaft nicht vorwerfen.

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