Arcandor
Kommentar: Der Lack ist ab

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So langsam kommt die Börsenstory von Arcandor ins Stocken. Vom Amtsantritt 2005 bis zum Frühjahr 2007 hatte Konzernchef Thomas Middelhoff den Börsenwert durch eine geschickte Nachrichtenpolitik auf die Spitze gerieben. Doch die Anleger sind vorsichtiger geworden.

Der Wert des Unternehmens hat sich bei einem Kurs von knapp 29 Euro pro Aktie auf rund sechs Mrd. Euro vervierfacht. Das gereicht insbesondere der Mehrheitsaktionärin Madeleine Schickedanz zur Freude. Doch Middelhoff wäre nicht Middelhoff, wenn er nicht noch einen draufgesattelt hätte. Er sehe den fairen Wert der Aktie weiterhin bei 40 Euro, betonte er auch heute wieder.

Die Anleger sind bei einem Konzern, der sein Tafelsilber (Immobilien) verkauft und Geschäftsteile (Neckermann) verschenkt hat, vorsichtiger geworden. Nachdem der Börsenwert nur noch 3,8 Mrd. Euro beträgt und der Kurschart droht, sich zu einem gefürchteten „Tannenbaum“ zu entwickeln, darf Middelhoff kein weiteres Licht entzünden, sonst brennt der Baum.

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