Astra-Pläne
GM greift zur Notlösung

Zu wörtlich sollte man es nicht nehmen. Der lateinische Name Astra heißt zwar auf deutsch „Stern“, doch ganz so hell wird das europäische Opel-Modell auf dem US-Markt nicht strahlen. Der Export des Erfolgsmodells in die USA ist kurzfristig zwar durchaus eine gute Idee, aber die Krise des Mutterkonzerns GM kann er nicht lösen.

Dass sich GM zu dem Schritt entschlossen hat, zeigt viel mehr die Verzweiflung der Konzernführung. Die in Europa entwickelte Technologie zu nutzen, ist so nahe liegend wie vernünftig. Trotzdem hat es das amerikanische Top-Management über Jahrzehnte versäumt. Jetzt einfach das auf europäische Kundenwünsche zugeschnittene Auto zu exportieren, kann aber nur eine vorübergehende Notlösung sein. Das Ziel muss es sein, gemeinsame Plattformen und Module zu entwickeln, die sich flexibel für die unterschiedlichen Bedürfnisse der regionale Märkte anpassen lassen. Erst dann kann daraus ein langfristiges Erfolgsmodell werden.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%