Atommülllager
Die Politik hat das letzte Wort

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat sein Urteil gesprochen, doch die Frage, an welchem Ort in Deutschland mittel- und schwachradioaktiver Abfall in Zukunft gelagert wird, ist damit noch nicht entschieden. Das letzte Wort hat die Politik.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel steckt dabei in einer Zwickmühle. Einerseits gehört er persönlich seit Jahren zu den entschiedenen Gegnern einer Lagerung im Schacht Konrad. Andererseits sieht sich die öffentliche Hand möglicherweise erheblichen Schadensersatzforderungen ausgesetzt, wenn sie Konrad nun nicht weiter ausbaut.

Allerdings gibt es eine gesichtswahrende Argumentation für Gabriel, Konrad doch in Betrieb zu nehmen: Das ebenfalls in Niedersachsen gelegene Gorleben wäre dann als Endlager für stark radioaktive Abfälle aus dem Rennen. Gabriel könnte argumentieren, den deutschen Atommüll nicht komplett in einem Bundesland lagern zu wollen. Die Suche nach einer Alternative zu Gorleben könnte beginnen.

Klaus Stratmann berichtet als Korrespondent aus Berlin.
Klaus Stratmann
Handelsblatt / Korrespondent
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