Kommentare
Aus der Nische

Porsche gilt als erfolgreicher Sportwagenhersteller aus Stuttgart, aber als Nischenspieler, der Autos mit viel PS und Spitzentechnik baut.

Das ist die landläufige Meinung. Doch dieser Blickwinkel ist zu eng. Porsche stellt inzwischen viel mehr dar. Das Unternehmen ist gerade dabei, sich als mächtiges Industriekonglomerat mit globalem Anspruch zu etablieren, durchaus vergleichbar mit dem Stuttgarter Nachbarn Daimler-Chrysler.

Die Strategie ist eindeutig: Porsche fügt gerade Baustein für Baustein eines neuen großen Automobilkonzerns zusammen. Still und heimlich hat sich das Unternehmen aus seiner Ecke als kleiner, aber im Vergleich zu den Großen unbedeutender Nischenhersteller hervorgewagt.

Eine Schlüsselrolle spielt die Beteiligung am VW-Konzern. Porsche besitzt gut 20 Prozent der Anteile des Wolfsburger Unternehmens und ist damit der größte Einzelaktionär. Eine weitere Aufstockung auf gut 25 Prozent ist avisiert. Die Stuttgarter würden dadurch die Sperrminorität erreichen und könnten noch mehr Einfluss auf die Unternehmenspolitik von VW ausüben. Durch die Beteiligung an Volkswagen beschränkt sich das Porsche-Reich bei PKWs nicht mehr nur auf den klassischen Sportwagen. Es erstreckt sich weit darüber hinaus auf die gesamte Produktpalette. Und das Vehikel Volkswagen nutzt Porsche auch außerhalb des PKW-Angebots, nämlich bei Nutzfahrzeugen. Weltweit agierende Autokonzerne streben danach, auch bei LKWs vertreten zu sein – das lehren die Beispiele Daimler-Chrysler und Renault. Die Wolfsburger sind gerade dabei, zusammen mit MAN

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%