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Aus eigener Kraft

Mit fleißigem Schuldenabbau hat sich die Deutsche Telekom wieder Luft für Zukäufe verschafft. Die jetzt bekannt gegebene Übernahme von Mobilfunknetzen an der US-Westküste ist zwar die größte Investition seit drei Jahren, aber die Telekom ist weit davon entfernt, an den Kaufrausch der Sommer-Jahre anzuknüpfen. Mehr als eine Erweiterung regionaler Kapazitäten ist die aktuelle Akquisition nicht - aber auch darin ist ein Signal zu erkennen.

Offenbar ist der Bonner Konzern entschlossen, im US-Mobilfunkgeschäft weiter aus eigener Kraft zu wachsen und sich nicht mit einem der Konkurrenten zusammenzuschließen. Das leuchtet ein: T-Mobile ist zwar nur die Nummer fünf unter sechs Mobilfunknetzen in den USA, liegt aber beim Kundenwachstum auf dem zweiten Rang.

Es wird noch lange dauern, bis sich die 35 Mrd. Euro teure Übernahme von Voicestream aus dem Jahr 2001 amortisiert, aus der das US-Mobilfunkgeschäft der Telekom hervorgegangen ist. Doch der US- Markt hat viel Potenzial, und T-Mobile nutzt es bisher gut.

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom
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