Ausbildungspakt
Kommentar: Frohe Kunde

Noch ist es zu früh, um definitiv festzustellen, ob der Ausbildungspakt ein Erfolg wird. Aber die ersten Zahlen belegen: Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht. Das ist ein Anlass für Hoffnung, keiner für irgendwelche Mythenbildung. Denn wer sich jetzt vorschnell anschickt zu triumphieren, der mögliche Erfolg des Ausbildungspaktes sei nur auf Grund der Drohung von Rot-Grün mit einer Ausbildungsplatzabgabe zu Stande gekommen, irrt: Eine Ausbildungsplatzabgabe hätte die Situation auf dem Lehrstellenmarkt zum Desaster werden lassen. Es wären nicht mehr, sondern weniger Ausbildungsplätze bereitgestellt worden.

Nein, die ermutigenden Lehrstellenzahlen belegen im Ansatz etwas anderes, viel Hoffnungsvolleres: Die Wirtschaft ist dabei, die Selbstverpflichtung angesichts der hohen Erwartungen, die in der Öffentlichkeit an sie gestellt werden, zu erfüllen. Bei der Ausbildungsfrage könnte ihr dies am Ende gelingen. Bei anderen Themenfeldern stehen vergleichbare Erfolge bisher noch aus.

Doch es wird deutlich: Deutschland bewegt sich. Langsam zwar und nicht mit einem Ruck, wie vielfach gefordert, aber mit durchaus messbarer Anstrengung. Nachdem den Deutschen vorgeworfen wurde, sie hätten es sich in den letzten Jahren in der Hängematte der Sozialen Marktwirtschaft allzu bequem gemacht und das Wachstum in der Euro-Zone nach unten gezogen, wird das Land wieder zu einem sozialen Laboratorium.

Das macht vielen Menschen im Augenblick berechtigte Sorgen. Umso mehr sollten deshalb Erfolge herausgestellt werden, ohne die die nötigen Reformen nicht zu begründen sind. Der Ausbildungspakt könnte schon bald zu den positiven Beispielen gehören.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%