Außenhandel
Importe im Fokus

Im Fokus des Handels der deutschen Wirtschaft mit der übrigen Welt stehen meist die Ausfuhren. Wir freuen uns, Weltmeister beim Export von Waren und Vizeweltmeister einschließlich Dienstleistungen zu sein. oder, falls es zu einem kräftigen Anstieg bei gleichzeitig steigendem Ölpreis kam, mit Stirnrunzeln betrachtet. Schließlich sind damit Kaufkraftverluste und steigende Kosten verbunden. Gleichzeitig bangte man um jedes Zehntelprozent Wachstum, war doch der Überschuss in der Handelsbilanz jahrelang die einzige nennenswerte Stütze der Konjunktur und Deutschland damit extrem abhängig von der Wirtschaftsentwicklung im Ausland.

Das hat sich geändert. Da der Aufschwung nicht länger nur auf einem Bein steht, da auch die Inlandsnachfrage anzieht, wird ein deutliches Einfuhrplus wie im Februar, das eben nicht nur mit höheren Heizöl- und Benzinpreisen begründet werden kann, nun freudig begrüßt. Denn die Importzahlen gelten als Beleg dafür, dass die deutsche Wirtschaft nicht nur jenseits unserer Landesgrenzen gute Geschäfte macht. In der Tat steigt mit wachsenden Konsum- und Investitionsausgaben der Bedarf an Importwaren. Der Grund: Viele Güter werden in Deutschland nicht, nicht mehr oder eben nicht preiswert genug hergestellt.

Deshalb verbleibt auch nur ein Teil jeder Lohnerhöhung im Inland. Der Anstieg der Importe hat allerdings Konsequenzen für das Wachstum. Denn mit zunehmendem Aufschwung im Inland und wie erwartet weniger Schwung in der Weltwirtschaft wird der Handelsüberschuss geringer und der Beitrag des Außenhandels zum Wachstum schmaler. Doch dies lässt sich verkraften, wenn im Gegenzug Konsum und Investitionen endlich größere Impulse liefern.

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