Bauindustrie
Stein auf Stein

Die Töne in den letzten Jahren klangen anders: Dauerkrise und jede Menge Pleiten, von Philip Holzmann bis Walter Bau. Eine fortwährende Talfahrt und nur schummriges Licht am Ende des Tunnels.

Damit ist vorerst Schluss. Die Bauwirtschaft steht wieder in der Sonne. Seit dem Mai 2005 zieht die Nachfrage am Bau wieder an. Seit langer Zeit stand im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder ein Pluszeichen vor der Umsatzzahl. Von der Bundesbank bis zum Statistischen Bundesamt sehen alle wieder in der Bauwirtschaft die Konjunkturlokomotive.

Das wird auch im nächsten Jahr so bleiben, glaubt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Der Wachstumstrend ist stabil. Die Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht.

Doch ein näherer Blick auf die Zahlen lässt stutzen: Das Umsatzplus im ersten Halbjahr beträgt gerade einmal 1,6 Prozent. Das ist doch eher wohl ein zartes Pflänzchen, das zu solch großer Hoffnung Anlass gibt. Immerhin, das Auftragsplus am Bau beträgt 8,6 Prozent. Das kann sich sehen lassen. Denn der Auftragseingang der Branche gilt als das Barometer für die Stimmung in der Wirtschaft. Sie hat offenbar wieder Vertrauen in den Standort Deutschland gefasst. Denn vor allem der Wirtschaftsbau legt ordentlich zu. Der Investitionsstau ist aufgelöst, jubeln bereits mittelständische Bauunternehmen.

Doch Vorsicht: Die Baukrise sollte die Unternehmen schlauer gemacht haben. Wer Aufträge um jeden Preis hereinholt, um tolle Umsätze zu machen, liegt falsch. Ertragsorientierung sollte das Ziel heißen. Denn einen reinen Preiswettbewerb kann die deutsche Bauindustrie gegen ausländische Niedriglohnkonkurrenz nicht gewinnen. Es gilt vielmehr, sich auf eine Stärke zu besinnen. Die heißt schlicht und einfach: Qualität

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