BenQ in roten Zahlen
Kommentar: Siemens zahlte nur Schmerzensgeld

Für die Handy-Sparte von Siemens musste BenQ keinen Cent bezahlen. Im Gegenteil, die Taiwaner bekamen sogar noch eine stattliche Mitgift des Münchener Technologiekonzerns obendrauf. Inzwischen zeigt sich, dass die Millionen aus Deutschland Schmerzensgeld waren. Denn das angeschlagene Handy-Geschäft drückt den Elektronikproduzent momentan tief in die roten Zahlen.

BenQ wird noch viel Geduld brauchen, um an den Siemens-Handys Freude zu haben. Frühestens im zweiten Halbjahr werden sich die ersten Erfolge in den Zahlen niederschlagen. Es braucht Zeit, viel Zeit, um die Modellpalette umzubauen und den ehemaligen Siemens-Handys ein frisches Image zu verleihen. Dass dies geht, zeigt das Beispiel Motorola. Es gab Zeiten, da lagen die Mobiltelefone der Amerikaner wie Blei in den Regalen der Händler. Heute gehören die Handys wie selbstverständlich in die Handtaschen modebewusster Frauen und die Jackentaschen der Männer. Doch auch Motorola gelang der Umschwung nicht über Nacht.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%