Bertelsmann
Kommentar: Für Börsengang gut aufgestellt

Die Ankündigung des Gesellschafters GBL Mitte Mai von seinem Recht Gebrauch zu machen, einen Börsengang von Bertelsmann zu verlangen, kommt für die Gütersloher Konzernzentrale überraschend. Noch im Dezember bekämpfte Konzernchef Gunter Thielen öffentlich Spekulationen um einen bevorstehenden Börsengang von Europas größtem Medienkonzern.

Für einen Börsengang, der wahrscheinlich erst 2007 über die Bühne gehen wird, ist das Unternehmen gut aufgestellt. Trotz schwieriger Marktbedingungen hat es der Branchenprimus geschafft, seine Rendite kontinuierlich nach oben zu schrauben. Mit Ausnahme der Musiktochter BMG und des deutschen und birtischen Buchklubs gibt es keine größeren Sorgenkinder. Im Gegenteil: Die früher als langweilig geltende Drucksparte Arvato entdeckt neue Geschäftsfelder. Zudem hat der Konzern durch strategische Zukäufe seiner Internationalität weiter voran getrieben. Keine schlechte Voraussetzungen, damit GBL seinen 25 Prozent-Anteil versilbern kann.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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