Bilanzen
Kommentar: Allianz stellt Axa in den Schatten

Jahrelang galt die französische Axa als dynamischer und konsequenter in der Unternehmenspolitik als die traditionsreiche deutsche Allianz. Doch das Bild hat sich gewandelt.

Die Franzosen regierten mit klaren, mitunter harten Vorgaben, zentralistisch, rational – wie es der französischen Tradition entspricht. In der Allianz hingegen pflegten – ganz in deutscher Manier – die Konzernteile lange ihre eigenen Traditionen. Doch Allianz-Chef Michael Diekmann hat beharrlich den Kurs geändert und dabei auch Konflikte riskiert. Und das zahlt sich aus, wie die Ergebnisse des letzten Jahres zeigen.

Beide Versicherer verdienten gut, doch die Allianz liegt in der Dymanik wie auch in den absoluten Zahlen jetzt weit vorn. Und das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft. In den nächsten Jahren wird sich der Versicherer noch stärker in eine europäische Gesellschaft verwandeln, die Strukturen, wahrscheinlich auch die Markenvielfalt, behutsam bereinigen. Und falls es dann tatsächlich noch gelingt, den Allfinanz-Gedanken voranzubringen – also Bank- und Versicherungsgeschäft enger zusammenzuführen – ist noch mehr drin; auch in diesem Punkt legt der Konzern einen Zahn zu.

Die Börse hat diese neue Dymanik, wenn man die Kapitalisierung von Allianz und Axa vegleicht, wahrscheinlich noch nicht genügend gewürdigt.

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