BMW-Zahlen
Kommentar: München, bitte aufwachen!

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Jede Glückssträhne geht einmal zu Ende – auch die von BMW. Über Jahre hinweg galt das Management des Münchener Automobilhersteller als unfehlbar. BMW eilte Jahr zu Jahr von Rekordgewinn zu Rekordgewinn. Der Abstand zum Erzrivalen Mercedes schien immer größer zu werden, die Rangordnung auf ewig zementiert.

Doch plötzlich ändert sich das Bild, das Management muss auch Fehler zugeben. Vor allem bei der Entwicklung des Dollar-Kurses hat sich das Münchener Unternehmen kräftig verschätzt – und fährt entsprechend einen kräftigen Ergebnisrückgang ein.

BMW muss aufpassen. Die Erfolge der Vergangenheit haben den Konzern träge und langsam werden lassen. Die Münchener müssen jetzt aufwachen und gegensteuern: Zum einen brauchen sie einen besseren Schutz gegen den schwachen Dollar. Mit der Vergrößerung der Produktion im US-Werk Spartanburg ist das allein nicht getan.

Zum anderen müssen sie sich darauf einstellen, dass auch das Geschäft mit Premiumautos schlechter läuft. Angesichts steigender Benzinpreise werden in Zukunft Autos gefragt sein, die deutlich weniger Kraftstoff brauchen. Wenn die Münchener an diesen Stellen ansetzen, müsste es eigentlich bald wieder nach oben gehen.

Stefan Menzel ist beim Handelsblatt der Spezialist für die Automobilbranche.
Stefan Menzel
Handelsblatt / Korrespondent Automobilindustrie

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