Börsengänge Kommentar: Verkehrte Welt

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Auf eines ist Verlass: auf den Markt für Börsengänge. Das bleibt auch im nächsten Jahr so. Selbst wenn Öl und Dollar neue Höchstpreise markieren, die von bonitätsschwachen Hypothekendarlehen ausgelöste Finanzkrise die Banken beutelt: Die Aktienmärkte reagieren nicht. Das gilt für heute – und hoffentlich auch für morgen.

Zurzeit notierten die Indizes der wichtigsten Börsen der Welt wieder in der Nähe ihrer Höchststände. Die Aktienmmärkte bieten damit ein Umfeld, von dem Unternehmen und Banken träumen. Die Firmen, da sie auf einen saftigen Emissionserlös hoffen können, wenn sie sich zu einem Börsengang entschließen. Und die Banken, weil sie bitter nötige Provisionseinnahmen für die Betreuung der Börsengänger erzielen können. Schließlich hat die Krise ihnen oftmals Abschreibungen in Milliardenhöhe beschert und die Bilanzen verhagelt.

Für den Optimismus gibt es gute Argumente. Große Pensionsfonds aus den USA sehen die Zeiten einer unipolaren Welt mit den USA als globales Gravitationszentrum der Wirtschaft schwinden. Sie richten sich deshalb in ihrer Anlagepolitik neu aus und schaufeln große Summen nach Europa und Asien. Dabei sind sie natürlich auch auf der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten bei Aktienemissionen. Voraussetzung: Es handelt sich um große, liquide Börsengänge, deren Aktien man im Bedarfsfall auch wieder schnell verkaufen kann.

Außerdem suchen preissensitive Investoren gerade Firmen mit einem widerstandsfähigen Geschäftsmodell, das auch wirtschaftlich schwierigere Zeiten gut überstehen kann. Die Ausländer fahren damit sicherlich gut und sind angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten die Trendsetter am deutschen Markt.

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