Börsengang Kommentar: Die Chinesen kommen

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Chinesen lieben Deutschland. Das gilt ab diesem Freitag nicht nur für Klassiker der Literatur oder große Komponisten, sondern auch für den deutschen Kapitalmarkt. Der chinesische Börsenneuling Zhong De Waste Technology hat am Donnerstag den Preis für seine Aktien festgelegt. Mit 26 Euro wurde das Maximum herausgeholt. Und da die Nachfrage fast 14-mal höher war als das Aktienangebot, ist die erste Emission eines chinesischen Unternehmens im Qualitätssegment der Deutschen Börse, dem Prime Standard, bereits jetzt ein voller Erfolg. Die Erstnotiz auf dem Parkett wird das untermauern.

Der Börsengang des Produzenten von Verbrennungsanlagen für die Beseitigung von Abfällen wird sicher im Land der Aktiennarren und Glücksspielfans viel Aufmerksamkeit finden. Allein der Konsortialführer, die Privatbank Sal. Oppenheim, hat fünf bis zehn Kandidaten in der Pipeline, die sich für einen Gang auf deutsches Parkett interessieren.

Mit einem großen Erfolg im Rücken lässt sich in der Volksrepublik sicher gut pro Deutschland und dessen Kapitalmarkt argumentieren. Das gilt auch für andere Banken. Zwar wird der Finanzplatz Deutschland den Erfolg des britischen Alternative Investment Market nicht kopieren können und auch nicht wollen. Der Zug dafür ist abgefahren, auch wenn das Einstiegssegment Entry Standard der Deutschen Börse gerade für mittelgroße ausländische Unternehmen ein guter Platz für erste Gehversuche ist und das Top-Segment Prime Standard angesichts der strikten Regeln für Qualität bürgt. Doch gerade im Bereich der Umweltindustrie ist die deutsche Wirtschaft ein Riese. Dies gilt natürlich auch für die auf dem heimischen Parkett notierten Unternehmen.

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