Börsengang von Air Berlin
Turbulenter Flug für Aktionäre

Da nützt der erfahrenste Pilot nichts: Wird der Nebel zu dicht, gerät der Start des Flugzeugs zum Risiko. Genau vor diesem Dilemma steht Air Berlin. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Aussichten alles andere als klar sind, wagt das Unternehmen den Start an der Börse.

Sicher, Air-Berlin-Chef Joachim Hunold hat gezeigt, dass er das Unternehmen erfolgreich führen kann. Die Fluggesellschaft hat gute Zeiten und einen bemerkenswerten Aufstieg erlebt. Doch die Zukunft liegt im Nebel. Die Rückkehr in die Gewinnzone nach zwei Verlust-Jahren ist alles andere als sicher. Die Treibstoffkosten werden hoch bleiben. Zugleich bedrängen Lufthansa und British Airways aggressiv mit Niedrigtarifen die Billigflieger, Preiserhöhungen sind für Air Berlin schwer durchsetzbar.

Unter diesen Bedingungen ist das Expansionsprogramm, das Hunold plant, nicht nur ehrgeizig, sondern riskant. Anleger, die sich an Bord wagen, sollten sich auf einen turbulenten Flug einstellen.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum
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