Bonse-Geuking
Eine gute Wahl

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Die Kür von Wilhelm Bonse-Geuking als Kohlestiftungspräsident ist kein fauler Kompromiss, sondern am Ende die beste Lösung. Bonse-Geuking hat über viele Jahre mit RAG-Chef Werner Müller bei der Veba AG in Spitzenpositionen gewirkt und ist politisch bestens verdrahtet. Beide Manager schätzen sich und können nun die nächsten Etappen der RAG-Neugestaltung in Kooperation meistern.

Bonse-Geuking kennt als ehemaliger Chef der Veba Oel AG die Ruhrregion genau. Er hat bei der Übernahme der Veba-Öltochter durch die BP glänzende Integrationsarbeit geleistet. Der Ölmulti aus London hat den deutschen Manager als Chef des Vorstands und später des Aufsichtsrats der neuen Deutschen BP in nationale und internationale Führungsaufgaben eingebunden.

Bonse-Geuking hat darüber hinaus aber auch immer sein politisches Netzwerk gepflegt. Als zeitweiliger Chef des Wirtschaftsrats der CDU entwickelte er maßgeblich energieprogrammatische Konzepte für den Wahlkampf Angela Merkels mit. Die Kanzlerin revanchierte sich und berief Bonse-Geuking als Vertreter der Ölindustrie zum nationalen Energiegipfel. Als Kohlestiftungspräsident wird er nun seine Fähigkeiten als Moderator beweisen können. Seine Bereitschaft zum Zuhören und seine beinahe 40 Jahre langen Erfahrungen als der Ruhrregion immer verhafteter Energiemanager sind außerordentlich wertvolle Attribute.

Die Wahl des Stiftungspräsidenten hat lange gedauert und war eine politische Schlammschlacht. Am Ende ist jedoch eine gute Auswahl getroffen worden. Als Teamplayer wird der agile Bonse-Geuking die Herausforderungen meistern und Müller als Architekten der RAG-Umgestaltung erfolgreich einbinden. Der ehemalige Patron der Ruhrregion, der Veba-Chef Rudolf von Bennigsen-Foerder, würde sich über diese Kombination seiner beiden Zöglinge besonders freuen.

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