Bundestagswahl
Schwarz-Gelb mit Mini-Vorteil auf Zielgerade

Union und Liberale haben nach den letzten Meinungsumfragen vor der vorgezogenen Bundestagswahl am Sonntag gute Chancen, sich die absolute Mehrheit zu sichern.

HB BERLIN. Das Allensbach-Institut für Demoskopie geht nach einer Umfrage unter 1682 Wählern im Auftrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" davon aus, dass Schwarz-Gelb auf 49,5 Prozent der Stimmen kommt. Dies würde für eine Regierungsübernahme reichen. Die Union sieht Allensbach bei 41,5, die FDP bei acht Prozent. Der SPD trauen die Demoskopen vom Bodensee 32,5 Prozent zu, den Grünen sieben Prozent. Die Linkspartei wird bei 8,5 Prozent gesehen.

Das Forsa-Institut gab anders als nach vorangegangenen Umfragen keine konkreten Prognosen für die einzelnen Parteien an, sondern Bandbreiten. "So kurz vor dem Wahltag lässt sich statt präziser Prognose nur noch ein Stimmungsbild ermitteln, weil durch die Kandidatur der Linkspartei die Unsicherheit der Wähler noch größer geworden ist", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. "Auch wenn unter den jetzt noch Unentschlossenen viele Nichtwähler sein dürften, deutet dieser Anteil unsicherer Wähler auf eine auch kurz vor dem Wahltermin noch andauernde Wählerbewegung hin", sagte Güllner.

Union und FDP sehen die Forsa-Experten zusammen zwischen 48 und 51 Prozent - also knapp unter oder knapp über der Parlamentsmehrheit. Für SPD und Grüne erwartet Forsa einen Stimmenanteil zwischen 38 und 41 Prozent. Die SPD käme danach auf minimal 32 und maximal 34 Prozent, die Grünen auf sechs bis sieben Prozent. Der Linkspartei traut Forsa sieben bis acht Prozent zu. Das Institut befragte nach eigenen Angaben zwischen Montag und dem heutigen Freitag 2004 Wahlberechtigte.

Damit konnte sich das bürgerliche Lager gegenüber der vorangegangenen Forsa-Umfrage leicht verbessern. In der Vorwoche hatte Forsa Union und FDP zusammen lediglich 48 Prozent vorausgesagt - dieser Anteil hätte für einen Regierungswechsel nicht ausgereicht. Nun stellt dieser Wert nur noch ein "worst-case scenario" für Schwarz-Gelb dar. Die SPD hatte Forsa dagegen bei 35 Prozent gesehen und damit stärker als die für die Sozialdemokraten günstigste Vorhersage der aktuellen Bandbreite. Den Grünen hatte Forsa in der Vorwoche sieben Prozent prognistiziert - nach der aktuellen Umfrage kommt die Partei von Außenminister Joschka Fischer auf diesen Wert nur noch im für sie günstigsten Fall. Der Linkspartei hatte Forsa in der Vorwoche sieben Prozent zugetraut - der untere Wert der aktuellen Bandbreite.

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