China
Klare Verhältnisse

Ausländische Unternehmen in China müssen künftig mehr Steuern zahlen. Und das ist richtig so.

Immer wieder beklagen deutsche Firmen das undurchsichtige Geflecht von Beziehungen und Regeln im Reich der Mitte. Ein einheitlicher Steuersatz im ganzen Land für alle – das schafft Klarheit bei den Rahmenbedingungen.

Nach 30 Jahren Wirtschaftswunder haben sich die steuerlichen Privilegien für die Konzerne aus Übersee überholt. Chinas Sonderwirtschaftszonen sind ein Auslaufmodell. Warum dort nur ausländische Firmen eine steuerliche Bevorzugung genießen, kann ohnehin keiner mehr erklären.

Für die Ausländer wird der Standort China mit der Anpassung keineswegs nur teurer: So werden Technologiefirmen künftig deutliche Steuervergünstigungen genießen. Chinas Steuerreform trennt damit erstmals die Spreu vom Weizen nach der Qualität, nicht mehr nach Herkunft. Das Ziel ist klar: Die Chinesen wollen stärker von der Herstellung hochwertiger Produkte profitieren. Die Volksrepublik will raus aus der Schmuddelecke des Billigheimers. Viele ausländische Firmen werden dafür zwar dem Fiskus in Peking etliche Millionen mehr im Jahr überweisen müssen. Doch auch in Zukunft bietet China im internationalen Vergleich noch immer recht attraktive Steuersätze.

Das neue Steuerrecht sendet vor allem aber ein Signal: China ist nicht mehr bereit, um jeden Preis ausländische Investoren zu hofieren. Das bedeutet aber keine Zurückweisung. Im Gegenteil: Für technologisch ausgerichtete Firmen – wie etwa Siemens – bieten sich im Wettbewerb sogar neue Chancen. Ob in Umwelttechnik, Autobau oder Verkehrstechnik – deutsche Qualität wird mit dem neuen Steuerrecht in China eher auf der Gewinnerseite stehen.

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