Credit Suisse
In den Tiefen der Kristallkugel

Die Analyse der jüngsten Quartalszahlen europäischer Großbanken gleicht aus Anlegersicht ein wenig Kaffeesatzleserei. Denn weder lässt sich genau beurteilen, mit welchen Maßstäben bei den einzelnen Häusern die milliardenschweren Wertberichtigungen angesetzt haben. Noch lässt sich sehen, ob damit wirklich das Schlimmste ausgestanden ist.
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Vor allem aber kann heute niemand wirklich verlässlich einschätzen, welche Richtung die krisengeschüttelten Kreditmärkte in den nächsten Wochen einschlagen. Letzteres scheint man auch bei Credit Suisse so zu sehen, und gibt sich zunächst einmal vorsichtig. Zwar gebe es ermutigende Anzeichen, doch für die Ankündigung von Normalität an den Märkten sei es schlichtweg zu früh, so der Tenor. Das ist ehrlich, wird aber ungern gehört. Und so strafen die Investoren die Aktien von Credit Suisse erst einmal ab.

Vermeintlich cleverer war hier am Vortag die Deutsche Bank. Sie stellte einfach die positive Sicht der Dinge in den Vordergrund und überdeckte damit den - durchaus auch vorhandenen - ein oder anderen skeptischen Zwischenton. Wer von beiden Häusern die richtige Strategie gewählt hat, wird sich spätestens Anfang 2008 zeigen. Bis dahin nämlich müssen die Märkte wieder einigermaßen rund laufen. Andernfalls stehen nachhaltige Einschnitte im Investmentbanking bevor - dann übrigens bei beiden Banken..

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