Daimler-Chrysler
Kommentar: Kritik prallt an Schrempp ab

In einem Punkt waren sich Aktionäre und Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp auf der Hauptversammlung einig: Die Aktienkursentwicklung ist enttäuschend. Ende der Gemeinsamkeit. Ansonsten muss sich Schrempp viel Kritik gefallen lassen - und das zu Recht. Schließlich strapaziert das Management die Geduld der Anleger seit Jahren. Nun ist sie erschöpft.

Immer brennt es irgendwo im deutsch-amerikanischen Großkonzern, zurzeit bei Mercedes und Smart. Immer wieder verschlingen die Löscharbeiten große Teile des Ertrages. Das Ziel eines deutlichen Renditeanstiegs, der auch den Kurs beflügeln würde, wird immer wieder verschoben. Dennoch hat sich Schrempp kurz vor der Versammlung wieder etwas Luft verschafft, indem er die Mercedes- und die Smart-Sanierung in die Wege geleitet hat. Das zwang seine Kritiker, rückwärts gerichtet zu argumentieren, was ihre Position geschwächt hat. Denn Schrempp schaut stets nach vorn. Jetzt in das Jahr 2006, in dem alles gut wird. Allein schon, weil er zum Abschied eine goldgeränderte Bilanz braucht.

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