Daimler-Chrysler
Kommentar: Speed, Speed, Speed

Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche bleibt seinem amerikanischen Motto „Speed, Speed, Speed“ treu. So manchem Fondsmanager ist es fast schon zu schnell.

Selbst seine erste Hauptversammlung nutzt der Mann mit dem signifikanten Schnauzer für weitere Akzente. Er bricht mit der Tradition und gibt sein Gehalt bekannt. Zudem verkündete er, dass der Konzern mindestens 15 Prozent am europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS halten wird. Heißt im Umkehrschluss nichts anderes, dass die Stuttgarter sich von weiteren 7,5 Prozent an EADS trennen werden. Ein Zweiter Schritt zur Trennung von der EADS und ein weiterer Schritt in Richtung Konzentration auf das Kerngeschäft. In der Vorwoche hatte er bereits die Reduzierung der Beteiligung um 7,5 Prozent auf 22,5 Prozent bekannt gegeben.

Offensichtlich will sich Zetsche so weit und so schnell wie politisch möglich von der EADS trennen. Anders wie seinen Vorgänger Jürgen Schrempp, der beim EADS-Vorläufer DASA groß wurde, ist die Luffahrt für Zetsche ein Nebenkriegsschauplatz in den er nicht allzu viel Energie stecken will. Die Wahrung der deutschen Interessen beim Thema Rüstung wird künftig bei Manfred Bischoff liegen. Der ehemalige Dasa-Chef und heutige Chairman von EADS wurde auf der Daimler-Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt. Kopper hat ihn den Aktionären bewusst als guten Kandidaten für seine Nachfolge - spätestens 2007 - ans Herz gelegt.

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