Daimler-Chrysler
Schrempps Abtritt war überfällig

Am Ende ist Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp genauso gescheitert wie sein ungeliebter Vorgänger Edzard Reuter. Beide hatten hochfliegende Visionen, haben bei deren Umsetzung zweistellige Milliardenbeträge an Aktionärsvermögen vernichtet – und sind vom Aufsichtsrat zum Rücktritt gedrängt worden.

Schrempps Rückzug war überfällig und wäre bereits deutlich eher, spätestens aber vor einem Jahr erforderlich gewesen, als man ahnen konnte, wie desaströs das Engagement bei Mitsubishi ausfiel. Jede weitere Zahl, die seitdem aus Japan kommt, bestätigt die Position seiner damaligen Kritiker.

Mit der Wahl von Dieter Zetsche zum Nachfolger hat der Aufsichtsrat – endlich – einen Pragmatiker auf den höchsten Stuhl bei Daimler gehievt. Nach der Generation Gulfstream, für die nicht nur Schrempp, sondern etwa auch Ex-Telekom-Chef Ron Sommer stand, ist damit beim letzten deutschen Großkonzern der Generationenwechsel vollzogen.

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