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Daimler: Der lange Weg aus der Krise

Dieter Zetsche träumt vom Comeback. Doch die Börse traut dem Frieden noch nicht, der Daimler-Chef braucht Erfolge. Die Kooperation mit Renault könnte den Durchbruch bringen.

Es ist ein kräftiges Ausrufezeichen, das Daimler aus der Carl-Benz-Arena in Stuttgart sendet. Der Autokonzern, der im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingefahren hat, legt die Dividende auf Eis. Daimler zeigt sich damit deutlich konsequenter als andere Unternehmen, die trotz Minuszahlen Gelder aus der Substanz ausschütten. Die Fastenzeit für die Aktionäre tut den Anlegern zwar weh. Für das Unternehmen ist die unpopuläre Maßnahme aber genau richtig.

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Der radikale Schritt zeigt allerdings auch, dass Daimler den Gürtel sehr eng schnallt. Auch die reinen Sachinvestitionen wurden um 1,2 Milliarden Euro zusammengestrichen. Darüber hinaus sparten die Schwaben 5,3 Milliarden Euro bei Personal und Material. Eine Zahl, die dieses Jahr noch übertroffen werden soll. Es wird an allen Ecken und Enden gespart, um wenigstens die zukunftssichernden Ausgaben für Forschung und Entwicklung konstant halten zu können.

Für einstige Vorzeigekonzerne wie Daimler ist der Weg aus der Krise schwieriger und länger, als viele gehofft haben. So stellt Daimler zwar für das laufende Jahr wieder ein positives Ergebnis aus dem laufenden Geschäft in Aussicht. Aber die gewohnt konservative Prognose verschreckt viele Investoren, die auf deutlich mehr gehofft haben.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat im vergangenen Jahr enorme Kämpferqualitäten an den Tag gelegt. Im vergangenen Sommer noch angeschlagen, hat er das Unternehmen durch diese Kostenschlacht geboxt. Die Vertragsverlängerung um drei Jahre war der Lohn. Zudem hat er sich mit Wolfgang Bernhard einen Manager zurückgeholt, der Kostenbewusstsein mit hohen Motivationskünsten vereint – eine Kombination, die auch in Topetagen nicht häufig zu finden ist. Mit ihm im Gespann ist Zetsche jetzt zum Erfolg verdammt.

Auf die Nutzfahrzeugsparte, die noch immer in einer tiefen Branchenkrise steckt, kann der Vorstand dabei wenig setzen. Alle Hoffnungen ruhen damit 2010 wieder auf der Kernmarke Mercedes-Benz Pkw, die den Konzern fast im Alleingang aus dem Sumpf ziehen soll. Mit der jüngst erfolgten Ansage, bereits 2015 den Absatz der Nobelmarke um fast 50 Prozent auf dann 1,5 Millionen Fahrzeuge zu erhöhen, hat Zetsche die Messlatte für sein wichtigstes Zugpferd bereits hoch gelegt. Doch frühestens 2012 kann der Konzern wieder auf deutlichen Rückenwind durch wichtige Modellneuheiten bauen. Im laufenden Jahr sind dagegen nur kleine Sprünge im Zuge der allgemeinen Nachfrageverbesserung zu erwarten.

  • 21.02.2010, 19:23 UhrAnonymer Benutzer: F. Beth

    Hallo,

    so wie Mercedes-benz mit A-Klasse Kunden verfährt, werden die Träumesich bald in Schäume wandeln.

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