Daimler gibt EADS-Aktien ab: Kommentar: Sieg der Unvernunft

Daimler gibt EADS-Aktien ab
Kommentar: Sieg der Unvernunft

Wie einen Sieg der Vernunft, feiern jetzt alle Beteiligten die abenteuerliche Konstruktion für das neue Investorenkonsortium der EADS. Doch klar ist: Daimler-Chrysler wollte sich von den Aktien trennen, aber offenbar war keiner bereit, die Papiere zu übernehmen.

Mal abgesehen von russischen Investoren, denen die Altaktionäre nicht mehr Einfluss zugestehen wollten. Aus der Not geboren wurde nun de facto eine Wandelanleihe für Daimler, unterfüttert mit Steuergeldern. Die Banken machen ein gutes Geschäft, Daimler bekommt Liquidität.

Verlierer ist die deutsche Gesellschaft: Getrieben von der anachronistischen Vorstellung, mit einer Staatsbeteiligung die notwendige Umstrukturierung eines Unternehmens bremsen zu können, versenken die Bundesländer öffentliches Geld, das sie besser in Forschungsförderung, Schulen oder Universitäten gesteckt hätten. Investition in die Zukunft sieht anders aus. Gesiegt hat die Unvernunft.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum
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