Der Fall Zumwinkel
Kommentar: Mehr als nur ein Skandal

Von einem überfälligen Rücktritt zu reden, ist angesichts der Dramatik der Ereignisse lächerlich. Klaus Zumwinkel hat gar keine Alternative gehabt. Sein atemberaubender Absturz ist freilich jetzt schon mehr als der Fall des einen Spitzenmanagers, der die Bodenhaftung verloren hat.
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Von einem überfälligen Rücktritt zu reden, ist angesichts der Dramatik der Ereignisse lächerlich. Klaus Zumwinkel hat gar keine Alternative gehabt. Sein atemberaubender Absturz ist freilich jetzt schon mehr als der Fall des einen Spitzenmanagers, der die Bodenhaftung verloren hat.

Wenn es stimmt, dass der Fall Zumwinkel nur die Spitze eines Bergs von Steuerverfahren gegen vermögende deutsche Steuerflüchtlinge ist, dann hat dieser Skandal das Zeug dazu, an die Fundamente der Republik zu gehen.

Denn dass das Thema Gerechtigkeit die politische Debatte derart beherrscht, ist ja auch ein Reflex auf den Ansehensverlust, den die Wirtschaftselite angesichts einer Vielzahl von selbstverschuldeten Skandalen erlitten hat. Die Herren in den Chefetagen sollten sich an einem Tag wie diesen daran erinnern, dass sie stets auch für ihre Vorbildfunktion bezahlt werden.

Quelle: Pablo Castagnola
Christoph Hardt
Handelsblatt / Ressortleiter

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