Deutsche Bank
Hut ab, Joe Ackermann!

Beeindruckend: Die USA und weite Teile der globalen Finanzbranche zittern vor den Folgen der Hypothekenkrise und trotzdem kann die Deutsche Bank das beste zweite Quartal ihrer Geschickte feiern. Doch Sorgen bleiben.
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Beeindruckend: Die USA und weite Teile der globalen Finanzbranche zittern vor den Folgen der Hypothekenkrise und trotzdem kann die Deutsche Bank das beste zweite Quartal ihrer Geschickte feiern. Die Predigten von Risikovorstand Hugo Bänziger, man habe aus den Problemen der Vergangenheit gelernt, lassen sich also tatsächlich mit Euro und Cent belegen. Gleichzeitig profitiert die Bank von klugen Köpfen, die die Krise haben kommen sehen. Und von mindestens so klugen Managern, die den Mut hatten, darauf zu hören, während andere in der Branche noch fröhlich auf Profite aus den US-Hypotheken setzten.

Trotz des Erfolges und der ostentativ vorgeführten Überzeugtheit vom eigenen Risikomanagement bleibt die Bank konsequenterweise vorsichtig. Finanzvorstand Toni Di Iorio agierte auf der Analystenkonferenz praktisch als fleischgewordener Risikohinweis. „Auch mit dem Juli waren wir zufrieden, aber schreiben Sie das nicht für das ganze Quartal fort!“, beschwor er die Experten ein ums andere Mal.

Das Signal: Die Zeiten sind schwierig. Wir geben unser Bestes. Schade, dass er sich standhaft weigerte, das Ausmaß von Abschreibungen und weiter bestehender Investments in die kriselnden Teile des Marktes zu beziffern. Das hätte einen Teil der Sorgen zerstreut.

Unter dem Strich: Die Zahlen des deutschen Bankenprimus sind keine Entwarnung. Weder für die Branche, noch für die Bank.

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