Deutsche Bank
Kommentar: Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Mit der Deutschen Bank geht es Aktionären derzeit wie Fans eines abstiegsbedrohten Fußballvereins. Erst wenn die letzte Chance auf den Klassenerhalt verspielt ist, nimmt man die Realität hin. Keinen Tag eher! Es könnte auf der Zielgeraden ja noch eine Siegesserie vom Himmel fallen!

Die Deutsche Bank ist zwar nicht vom Abstieg bedroht, aber ihr Gewinnziel von 8,4 Mrd. Euro vor Steuern wird mit jedem Tag, den die Krise anhält, unrealistischer. Warum die Bank sich das nicht eingesteht? Weil noch eine Resthoffnung besteht, dass sich die Kreditmärkte im zweiten Halbjahr erholen. Dann würden aus Abschreibungen von gestern plötzlich Gewinne und alle wieder glücklich.

Aber das ist wohl so wahrscheinlich, wie dass ein seit Monaten mit Ladehemmung herumlaufender Stürmer plötzlich zu einem zweiten Miroslav Klose mutiert. Während bei den Aktionären der Bank vielleicht noch ähnliche Hoffnungen existieren, haben sich die Analysten bereits der Realität zugewandt. Derzeit rechnen sie mit einem Vorsteuergewinn für den deutschen Branchenprimus zwischen sieben und 7,4 Mrd. Euro.

Auch damit stünde die Deutsche Bank im internationalen Vergleich blendend da. Anders als gefallene Stars wie UBS oder Citigroup brauchte sie bislang kein Kapital aufzunehmen. Weil aber niemand sagen kann, wo die Deutsche Bank am Ende der Krise steht, kann man Otto Normalanleger nur eines raten: Finger weg von der Aktie.

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