Deutsche Fußball-Nationalmannschaft
Es kann nur einen geben

Rudi Völler hat sich mit seinem Rücktritt wieder einmal ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt. Denn auch nach dem EM-Aus wird es keinen radikalen Umbruch im DFB-Team geben können. Deshalb braucht das Team einen anderen Kick, um bei der WM 2006 im eigenen Land das Beste herauszuholen.

Die Enttäuschung war groß. 1:2 gegen Tschechiens B-Elf, Aus bei der Euro 2004 in der Vorrunde. Schon wieder. Und doch pfiffen die Fans nicht, als Rudi Völler zu ihnen in die Kurve kam und sich artig für die Unterstützung bedankte. Sie applaudierten „Tante Käthe“, wie sie den 44-Jährigen liebevoll nennen. Denn im Grunde ihres Herzens wissen sie: Mehr gibt der deutsche Fußball derzeit einfach nicht her. Und der Letzte, der daran die Schuld trägt, ist Völler. Den Rücktritt von „Rudi Nationale“ hätten deshalb wohl die Wenigsten gefordert.

Doch Völler hat diesen Schritt von sich aus getan. Und hat damit wieder einmal Größe bewiesen. Denn mit dieser Entscheidung stellt er sich – wie schon so oft – auch dieses Mal in den Dienst der Mannschaft. Zwar drängen einige junge Spieler nach. Doch die Klasse des 18-jährigen englischen „Wunderknaben“ Wayne Rooney haben sie alle noch lange nicht. Und so wird es auch nach dem EM-Aus keinen radikalen Umbruch im DFB-Team geben können.

Deshalb braucht die Mannschaft einen anderen Kick, um bei der WM 2006 im eigenen Land das Beste herauszuholen. Am ehesten kann den wohl ein neuer Trainer geben. Wer das sein muss, darüber herrschte selten zuvor so große Einigkeit: Mach es, Ottmar!

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Marc Renner
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