Deutsche Telekom
Kommentar: Zu viel des Guten

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Richtig, Dividenden erfreuen den Aktionär. Erst recht, wenn es sonst nichts zu holen gibt. Deshalb sind Aktionäre der Deutschen Telekom am besten bei der Stange zu halten, wenn der Konzern viel Geld ausschüttet. Denn blicken wir zurück, dann zeigt sich bei der T-Aktie so gut wie bei keinem anderen Dax-Wert, wie wichtig Dividenden sind.

Ohne die jährlichen Ausschüttungen notiert der Kurs seit Börsenstart im Minus. Doch einschließlich Dividenden bleiben ein paar Prozent hängen. Ein Trostpflaster.

Doch wenn die Telekom jetzt 3,4 Milliarden Euro ausschüttet, aber nur ein Sechstel dieser Summe verdient, dann stimmt etwas nicht. Nie zuvor gab es bei einem großen Konzern solch ein Missverhältnis. Die Telekom muss an ihre Substanz gehen, um Anleger zu bedienen. Sei es durch Schulden, oder indem sie auf Rücklagen zurückgreift oder Tafelsilber verkauft. Karstadt hat einst Immobilien veräußert, um Anleger zu befriedigen.

Doch wollen Anleger das wirklich? Der Bund als größter Aktionär wird sich über die eine Milliarde Euro freuen. Auch die Beteiligungsgesellschaft Blackstone. Schließlich rechnet sich das Investment bislang nicht. Doch wer langfristig denkt, fährt mit solch einem Missverhältnis schlecht. Denn Geld für zukunftsträchtige Investitionen bleibt der Telekom nicht. Im Gegenteil:

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