Die Gesundheitsreform kommt
Zur Kasse bitte

Jetzt ist es amtlich: Die Gesundheitsreform kommt. Nur schade, dass damit immer noch nicht der Beweis erbracht ist, dass Deutschland zu wirklich durchgreifenden Reformen fähig ist.

Jetzt ist es amtlich: Die Gesundheitsreform kommt. Nur schade, dass damit immer noch nicht der Beweis erbracht ist, dass Deutschland zu wirklich durchgreifenden Reformen fähig ist. Denn dieses Gesetz ist ein Wechselbalg.

Um das Versprechen einzulösen, den Beitragssatz im nächsten Jahr spürbar zu senken, werden jetzt die Versicherten und die Kranken massiv zur Kasse gebeten. Auf 14,5 Mrd. Euro pro Jahr summieren sich die Zusatzbelastungen in Form von Leistungsausgrenzungen und höheren Zuzahlungen bis 2007.

Verkauft wird dieser Griff in die Geldbörse der Bürger als mehr Eigenverantwortung. Doch das wäre es nur dann, wenn die Versicherten durch die Reform tatsächlich auch wirklich mehr Einfluss auf das Versorgungsgeschehen bekämen. Genau dieses aber geschieht nicht. Apotheker und Ärzte bleiben in ihren miefigen Vertragskartellen mit den Kassen. Überkapazitäten werden nicht abgebaut, die Grenzanbieter weiter durchgefüttert. Statt die Strukturprobleme anzugehen, wird mit den Geldern der schwächsten Akteure im Gesundheitssystem, der Versicherten, lediglich Beitragskosmetik betrieben.

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