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Die Seifenoper geht weiter

Die Sommerpause füllen alle Fernsehsender gerne mit gut abgehangenem Archivmaterial. Da will auch Haim Saban, der beliebte US-Tycoon, nicht nachstehen.

Die Sommerpause füllen alle Fernsehsender gerne mit gut abgehangenem Archivmaterial. Wiederholungen längst abgeschriebener Seifenopern füllen billig die Sendezeiten, in denen selbst TV- Junkies lieber vor dem Grill sitzen und den Würsten beim Garen zusehen. Da will auch Haim Saban, der beliebte US-Tycoon, nicht nachstehen, und lässt die Endlosserie „Der Kampf um die Kirch-Gruppe“ wieder auflegen. Ein Drama in bester „Denver“- und „Dallas“-Tradition um Geld, Macht und Stars.

Was unterscheidet aber den neuen Vorstoß von dem alten? Das Übernahmeziel Pro Sieben Sat 1 ist inzwischen leichter zu haben, weil das riesige Kirch-Filmarchiv nicht mehr automatisch dran hängt - aber der deutsche Fernsehmarkt mit seinen schrumpfenden Werbeeinnahmen und dem starken öffentlich-rechtlichen Anteil ist so unattraktiv wie zuvor. Saban kann nur hoffen, dass der Leidensdruck der Banken inzwischen größer ist - und er damit billig zum Zuge kommt.

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